Archiv für Juli 2010

3

Vorbestellung der Sony NEX-5 storniert

Hallo liebe Besucher!

VorfreudeWie hier geschrieben wollte ich von meiner großen DSLR auf eine der neuen spiegellosen Systemkameras umsteigen. Meine Wahl fiel hierbei auf die neue NEX-5 von Sony, die Ende Juni lieferbar sein sollte.

Nachdem ich sie vorbestellt hatte und weiterhin diverse Newsseiten und Foren verfolgte, las ich immer mehr Meldungen über Lieferverzögerungen. Auf Nachfrage bei Hartlauer, wo ich die Kamera in einem attraktiven Paket mit kostenlosen Speicherkarten bestellt hatte, wurde mir dann als Liefertermin Mitte August genannt. Da ist für mich die „Hauptfotosaison“ schon wieder vorbei.

Sony kündigt Anfang des Jahres eine Kamera an, stellt sie im Mai offiziell vor, verspricht einen Liefertermin von Ende Juni und kann bis Mitte August nicht liefern. So vergrault man Kunden.

Es ist schließlich ein Marktsegment mit einer ungeheuren Dynamik. Hersteller wie Olympus, Panasonic, Samsung oder Sony bringen laufend innovative Geräte auf den Markt – die Branchengrößen wie Nikon und Canon sind noch nichteinmal auf den Zug aufgesprungen, werden dies aber sehr wahrscheinlich bald tun.

Aus diesem Grund werde ich auch noch ein bisschen mit dem Kauf der Neuen warten und weiterhin mit meiner Canon EOS 30D weitermachen. Sie ist ja nach wie vor eine großartige Kamera (für dich ich auch Spitzenoptiken habe) – wenn sie nur ein bisschen kompakter wäre … 🙂
Spätestens im nächsten Frühjahr plane ich eine neue Kamera anzuschaffen, es steht ein größerer Urlaub an.

Ein großes Lob möchte ich der Firma Hartlauer aussprechen. Vom ersten Kontakt an hat alles klaglos geklappt, meine Anfragen wurden immer umgehend und freundlich beantwortet und schließlich wurde auch die Abbestellung ohne Probleme und unbürokratisch abgewickelt. Diese positiven Erfahrungen werde ich mir für den nächsten Kamerakauf merken.

Update (06. August 2010): Auch aus heutiger Sicht war die Stornierung sinnvoll – bis heute ist die Sony NEX mit zwei Objektiven nicht lieferbar.

Jakob

1

Erfahrungsbericht: Umfangreiches Laborprotokoll mit Google Docs

Hallo liebe Internetbegeisterte!

Elektrotechnik-LaborIm vergangenen Semester stand bei mir ein Elektrotechnik-Labor am Studienplan. Dabei wurden in den wöchentlichen Übungen Versuche durchgeführt, die dann zu Hause protokolliert werden sollten. Es wurde in Gruppen zu 3 Personen gearbeitet, jede Woche schrieb eines der Gruppenmitglieder das Protokoll. Nach Überarbeitung und Prüfung durch die anderen Mitglieder wurde das jeweilige Teilprotokoll jede Woche abgegeben. Für die Prüfung zum Schluss sollte dann jedem eine Gesamtversion vorliegen.

Wir haben für das Verfassen dieses Protokolles Google Docs eingesetzt, was sich sehr bewährt hat. Es war unsere Anwendung ein Paradeanwendungsfall für webbasiertes, kollaboratives Arbeiten, wie es eben Google Docs anbietet: Mehrere Teilnehmer sollen jederzeit, auch gleichzeitig, Zugang zu dem Dokument haben und auch immer den letzten Stand bearbeiten können, was besonders wichtig ist. Emails mit Dateianhängen herumzuschicken ist hier einfach viel zu umständlich und schlicht ungeeignet.

Was gut war:

  • Mehrere Leute können zeitgleich ein Dokument bearbeiten.
  • Nicht zielführendes Herummailen von Dokumenten entfällt.
  • Es sind jederzeit die gesamte Daten gesichert, sogar eine umfangreiche Versionsverwaltung ist mit dabei.
    Google bietet einen sehr guten Skizzen- und Grafikeditor an, der für die Schaltpläne gut funktionierte.
  • Wir arbeiteten mit der (mittlerweile alten) Docs-Version, in der ein TEX-basierter Formeleditor enthalten war, was großartig für mathematische Formeln und Ausdrücke ist.
  • Ein einfacher Export als PDF (zum Drucken) wird angeboten. Auch andere Formate wie .doc lassen sich exportieren.

Einschränkungen:

  • Google Docs ist vom Komfort her nicht vergleichbar mit einer Desktopanwendung wie z.B. Microsoft Word. Man wird dadurch aber zu sauberem Arbeiten angehalten (Definition von Formatierungen etc.), was durchaus wieder seine Vorteile hat.
  • Sobald es in die grafische Gestaltung von Seiten geht, stößt man sehr schnell die Grenzen von Google Docs. Wenn man jedoch hauptsächlich Text und Fotos bzw. einfache Grafiken verarbeiten muss, funktioniert es wunderbar.
  • Docs ist nicht dafür geeignet, bestehende Dokumente, etwa von Word, hochzuladen und online zu bearbeiten. Grundlegende Formatierungen bleiben erhalten, jedoch fehlt Docs wie erwähnt einiges an grafischen Möglichkeiten.

Am Ende des Semesters hatten wir ein Protokoll mit vierseitigem Inhaltsverzeichnis, Tabellen, unzähligen Fotos und Grafiken und 100 Seiten zusammen – auch damit war Docs nicht überfordert.

Ich kann aus eigener Erfahrung also auch für größere Projekte das webbasierte Service Google Docs mit all seinen Vorzügen empfehlen, wenn man sich über die Einschränkungen im Klaren ist.
Ich habe mittlerweile gar keine Office-Software mehr am Computer installiert, sondern mache all meine Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. online.

Wer Google Docs einmal selbst ausprobieren möchte, kann dies ganz einfach unter docs.google.com/demo tun.

Alternativen zum Google-Dienst (die meisten nur kurz getestet):
Zoho.com
Microsoft Office Web Apps
Thinkfree Office
Open Office (Desktopanwendung)

Stichwörter: textverarbeitung, web based, cloud computing, längere texte, text und tabellen

Tags: ,