Kategorie: Prädikat wertvoll

Die kleine Schwarze: Canon Powershot S95

By Jakob, 02.09.2010 18:52

Hallo liebe Besucher!

Canon Powershot S95Wie bereits geschrieben, habe ich mir zwei neue Wegbegleiter für meine fotografischen Abenteuer zugelegt. Neben einer Canon EOS 550D, die mein neues “Fotowerkzeug” wird, habe ich eine Canon Powershot S95 als exzellente kompakte Immer-dabei-Kamera angeschafft.

Warum es gleich zwei Kameras wurden ist damit zu erklären, dass ich im Vorfeld des Kaufes eigentlich auf eine Spiegellose umsteigen wollte, weil diese Kameras handlich sind und auch gehobene Bildqualität liefern. Da dieses Segment jedoch erst im Entstehen ist, habe ich beschlossen, doch bei den Spiegelreflexkameras zu bleiben und die Canon EOS 60D ins Auge gefasst. Da sie jedoch kaum besser, aber trotzdem wesentlich teurer als die 550D ist, wurde es schließlich die Einsteiger-550D. Mit dem ersparten Geld konnte ich dann noch die S95 dazunehmen. Somit habe ich alle Fotoanforderungen exzellent abgedeckt, ganz gleich obs auf Bergtour oder zum Fotoshooting geht.

Dass die 550D toll ist – davon bin ich ausgegangen. Richtig begeistert bin ich aber von der S95. Ich hatte noch nie eine kleine Kamera in der Hand, die derartig gut ist in Bildqualität, Handling und Funktionsumfang. Positives und Negatives an der S95 habe ich in einigen Punkten zusammengefasst.

Gut gefällt mir:

  • herausragende Bildqualität bezogen auf die Größe
  • relativ kompakt, nur wenig größer als eine IXUS
  • gutes, lichtstarkes Objektiv (f2.0)
  • formschön und gut zu bedienen
  • wirkungsvoller Bildstabilisator
  • Bildspeicherung im RAW-Format
  • verhältnismäßig großer Sensor mit sinnvoller Pixelanzahl
  • Autofokus, Bildfolge und generelle Bedienung gehen sehr zügig und flüssig vonstatten
  • recht ordentlicher HD-Videomodus
  • gute Akkulaufzeit

Nachteile sind:

  • sehr viele Funktionen, daher am Anfang verwirrend (sogar für mich)
  • gehobener, aber durchaus angemessener Preis

In diesem Album findet ihr die ersten Bilder mit der Canon Powershot S95.

Für mich ist die S95 die ideale Begleiterin, wenn ich meine große Fototasche nicht mitnehmen will. Sei es eine Wanderung, ein Abend in geselliger Runde oder einfach ein schneller Abendspaziergang – in all diesen Situationen ermöglicht die S95 ausgezeichnete Bilder, die vor allem ohne kleine Kamera aber auch mit einer “normalen” Kompaktkamera nicht möglich wären.

Schlüsselwörter: canon, powershot, s95, kamera, erfahrungsbericht, hands-on

Der neue Online-Flattrich

By Jakob, 18.08.2010 16:17

Nachdem vor ein bis zwei Jahren die Onlinewelt das Zwitschern entdeckte, könnte man einen neuen populären Dienst für den nächsten Flatterich halten: Flattr.

FlattrKurz lässt sich Flattr als sogenannter Micropayment-Online-Bezahldienst erklären, bei dem Benutzer auf einfache Weise Geld an Macher von Internetinhalten senden können. Dazu zahlt der Benutzer einen monatlichen Fixbetrag auf sein Flattr-Konto ein, der Medienanbieter baut einen kleinen Bezahl-Button in seine Website ein, auf den der Benutzer klicken kann. Zum Monatsende wird der eingezahlte Betrag den Klicks entsprechend auf die Websitebetreiber aufgeteilt.

Dabei sind schon zwei zentrale Eigenschaften erwähnt, die das Konzept interessant machen: Der Benutzer kann ein fixes Monatsbudget veranschlagen und der Dienst ist denkbar einfach – ein Klick genügt.

Flattr unterstützt den momentanen Trend der Kommerzialisierung der Internetwelt. Darüber freuen sich zum Beispiel Verlage, denn ewig werden sich die Onlineausgaben der Zeitungen nicht mit den Druckversionen finanzieren lassen. Wenn Leser die Möglichkeit haben, auf unkomplizierte Weise für den Medienkonsum zu bezahlen und auch bereit sind, dafür Geld auszugeben, dann ist das für die großen Medienmacher natürlich eine sehr positive Entwicklung.

Für den Gedanken des freien, kreativen und unentgeltlichen Internets ist sie aber schädlich. Viele leidenschaftliche Blogger und Hobbymedienmacher wittern durch das Verwenden von Flattr die Chance, Geld zu verdienen. Aber ist es das, was man mit seinem Hobby-Blog erreichen wollte/will?

Ich denke nein.
Darum werde ich auf meiner Homepage weder Werbung noch Micropayment schalten. Es ist mein Hobby, die überschaubaren Kosten dafür trage ich selbst. Was mich motiviert ist Anerkennung, Freude die ich den Besuchern mit Bildern und Texten mache und das Gefühl, Hilfesuchende mit meinen Tutorial-Beiträgen unterstützen zu könnnen.
Ähnlich kritisch sieht auch der Autor dieses Blogbeitrag die Sache.

Weiters muss man sich natürlich auch bewusst sein, dass die Onlineaktivität durch die Einnahmen zum Einkommen wird, mit allem was dazugehört wie etwa Steuern. Außerdem sieht es mit dem Thema Urheberrecht auch ein bisschen anders aus, wenn es sich um eine kommerzielle Nutzung handelt, Stichwort Creative Commons.

Ich habe zum Probieren ein Flattr-Konto eröffnet und €10.- aufgeladen. Diese werde ich ganz gezielt für ausgewählte Onlineinhalte einsetzen und meine Erfahrungen mit dem Dienst in ein paar Monaten für mich nochmals reflektieren und über die weitere Verwendung entscheiden.

Nun würde mich interessieren: Wie ist eure Meinung zu Flattr oder zur Bezahlung von Amateur-Medieninhalten generell?

Schlüsselwörter: flattr, social payment, micro payment, blogging, blogger

Erfahrungsbericht: Umfangreiches Laborprotokoll mit Google Docs

By Jakob, 08.07.2010 15:45

Hallo liebe Internetbegeisterte!

Elektrotechnik-LaborIm vergangenen Semester stand bei mir ein Elektrotechnik-Labor am Studienplan. Dabei wurden in den wöchentlichen Übungen Versuche durchgeführt, die dann zu Hause protokolliert werden sollten. Es wurde in Gruppen zu 3 Personen gearbeitet, jede Woche schrieb eines der Gruppenmitglieder das Protokoll. Nach Überarbeitung und Prüfung durch die anderen Mitglieder wurde das jeweilige Teilprotokoll jede Woche abgegeben. Für die Prüfung zum Schluss sollte dann jedem eine Gesamtversion vorliegen.

Wir haben für das Verfassen dieses Protokolles Google Docs eingesetzt, was sich sehr bewährt hat. Es war unsere Anwendung ein Paradeanwendungsfall für webbasiertes, kollaboratives Arbeiten, wie es eben Google Docs anbietet: Mehrere Teilnehmer sollen jederzeit, auch gleichzeitig, Zugang zu dem Dokument haben und auch immer den letzten Stand bearbeiten können, was besonders wichtig ist. Emails mit Dateianhängen herumzuschicken ist hier einfach viel zu umständlich und schlicht ungeeignet.

Was gut war:

  • Mehrere Leute können zeitgleich ein Dokument bearbeiten.
  • Nicht zielführendes Herummailen von Dokumenten entfällt.
  • Es sind jederzeit die gesamte Daten gesichert, sogar eine umfangreiche Versionsverwaltung ist mit dabei.
    Google bietet einen sehr guten Skizzen- und Grafikeditor an, der für die Schaltpläne gut funktionierte.
  • Wir arbeiteten mit der (mittlerweile alten) Docs-Version, in der ein TEX-basierter Formeleditor enthalten war, was großartig für mathematische Formeln und Ausdrücke ist.
  • Ein einfacher Export als PDF (zum Drucken) wird angeboten. Auch andere Formate wie .doc lassen sich exportieren.

Einschränkungen:

  • Google Docs ist vom Komfort her nicht vergleichbar mit einer Desktopanwendung wie z.B. Microsoft Word. Man wird dadurch aber zu sauberem Arbeiten angehalten (Definition von Formatierungen etc.), was durchaus wieder seine Vorteile hat.
  • Sobald es in die grafische Gestaltung von Seiten geht, stößt man sehr schnell die Grenzen von Google Docs. Wenn man jedoch hauptsächlich Text und Fotos bzw. einfache Grafiken verarbeiten muss, funktioniert es wunderbar.
  • Docs ist nicht dafür geeignet, bestehende Dokumente, etwa von Word, hochzuladen und online zu bearbeiten. Grundlegende Formatierungen bleiben erhalten, jedoch fehlt Docs wie erwähnt einiges an grafischen Möglichkeiten.

Am Ende des Semesters hatten wir ein Protokoll mit vierseitigem Inhaltsverzeichnis, Tabellen, unzähligen Fotos und Grafiken und 100 Seiten zusammen – auch damit war Docs nicht überfordert.

Ich kann aus eigener Erfahrung also auch für größere Projekte das webbasierte Service Google Docs mit all seinen Vorzügen empfehlen, wenn man sich über die Einschränkungen im Klaren ist.
Ich habe mittlerweile gar keine Office-Software mehr am Computer installiert, sondern mache all meine Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. online.

Wer Google Docs einmal selbst ausprobieren möchte, kann dies ganz einfach unter docs.google.com/demo tun.

Alternativen zum Google-Dienst (die meisten nur kurz getestet):
Zoho.com
Microsoft Office Web Apps
Thinkfree Office
Open Office (Desktopanwendung)

Stichwörter: textverarbeitung, web based, cloud computing, längere texte, text und tabellen

Bruttosozialglück statt Bruttosozialprodukt

By Jakob, 20.06.2010 17:13

Hallo liebe Besucher!

Ich möchte euch von einer tollen Veranstaltungsreihe in Graz mit dem Namen “Podium Zukunft” berichten.
Landeshauptmann Voves hat sie mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine Plattform zur Diskussion über Zukunftsfragen im Bereich des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu schaffen.

Die Themen waren ebenso aktuell wie interessant, die Referenten äußerst hochkarätig und die Organisation sehr gut – für mich als TU-Student eine großartige Möglichkeit, über den Technik-Tellerrand zu blicken und meinen Horizont zu erweitern.
Wie so oft bei solchen Veranstaltungen habe ich auch noch den Altersdurchschnitt ordentlich gesenkt, daran habe ich mich aber bereits gewöhnt.

Die Vorträge zählten zumindest für mich zu jenen besonders eindrucksvollen, die einem die Augen öffnen oder in denen man sogar in gewisser Weise ein anderer Mensch wird.
Ich hoffe auch kommendes Jahr wird es das Podium Zukunft wieder geben!

Zum Beitragstitel:
Bruttosozialglück statt Bruttosozialprodukt” waren die Schlussworte von Christine Brunnsteiner, Moderatorin der vierten Veranstaltung, mit denen Sie die eindrucksvolle Reden der Referenten abschloss.

(Fotos von der offiziellen Website www.podium-zukunft.at)

Der größte Gegner der erneuerbaren Energien

By Jakob, 16.05.2010 8:34

Der größte Gegner der erneuerbaren Energien ist die Unwissenheit über ihr sagenhaftes Potenzial.  Hans Kronberger, Präsident der Photovoltaic Austria

Einfach Strom sparen im Alltag – Teil 2

By Jakob, 13.04.2010 8:27

Hallo liebe Besucher!

Im Teil 1 des Beitrages “Strom sparen im Alltag” habe ich euch Tipps genannt, wie ihr im Alltag ganz leicht, ohne große Investitionen und ohne Komfortverlust Strom sparen könnt.
Warum es so wichtig ist, mit Strom sparsam umzugehen, möchte ich euch anhand der folgenden Erklärungen näherbringen.

Lasst es mich so erklären:
Es gibt also wertvollere (z.B. Strom) und weniger wertvolle (z.B. Wärme) Formen von Energie. Wie dieses sehr unterhaltsame und verständliche Video erklärt, dreht es sich hierbei um den Begriff “Exergie”.

Oder anders: Wir betrachten ein Kohlekraftwerk (z.B. Mellach nahe Graz). Im dortigen Prozess werden 3 Energieeinheiten Kohle eingesetzt, daraus kann 1 Energieeinheit Strom erzeugt werden, 2 Energieeinheiten gehen als Abwärme verloren. Verbrennt man die Kohle zum Heizen, kann man alle 3 Einheiten als Wärmeenergie nutzen.
Das heißt weiter, dass Strom viel kostbarer als Wärme ist – benötigt man doch für 1 Einheit Strom 3 Energieeinheiten Kohle, aber für 1 Einheit Wärme nur 1 Einheit Kohle.
Insofern ist es auch exergetisch betrachtet widersinnig, mit Strom zu heizen (Fall A). Würde man direkt Kohle verbrennen, bräuchte man nur ein Drittel des Energieeinsatzes (Fall B).

Ich hoffe ich konnte euch veranschaulichen, warum es aus physikalischer und in Folge auch ökologischer Sicht wirklich sinnvoll ist, Strom zu sparen.

Und wer vor allem aufs Geld schaut: Wenn man 10 kWh Strom einspart, hat damit schon ein Bier (oder einen Liter Milch ^^) “verdient”. ;-)

Einfach Strom sparen im Alltag – Teil 1

By Jakob, 07.04.2010 7:24

Hallo liebe Besucher!

Strom sparen im AlltagLeute die mich kennen, wissen dass ich gerne “Energiespar-Apostel” spiele und oft mehr oder weniger willkommene Tipps für den sparsamen Umgang von Energie gebe.

Ich möchte euch ein paar Stromspar-Tipps geben, die auch ich im Alltag beherzige. Es sollen Tipps sein, die Strom sparen helfen und dabei den Komfort nicht einschränken!
Und auch wenn man nicht aus Ökologiegründen Energie spart: Letztendlich heißt Energie sparen auch Geld sparen – und gegen einige Euro mehr in der Tasche wird wohl niemand etwas einzuwenden haben! :-)

6 einfache Tipps, um im Alltag Strom zu sparen (zu einigen Punkten gibt es auch einen weiterführenden Tipp für alle die mehr wissen wollen. ;-) ):

  • Durch die Verwendung einer Wassersparbrause (Beispiel) lassen sich beim Duschen große Mengen Wasser sparen. Da wohl jeder gerne warm duscht, lässt sich durch eine solche Brause viel Warmwasser und damit Energie sparen. Im Falle unserer Brause beträgt die Einsparung ca. 60%!
    Zur Wirkungsweise einer guten Wassersparbrause: Anstatt ein “volles Duscherlebnis” durch großen Wasserdurchfluss zu erreichen, “zerstäuben” die Wassersparbrausen den Wasserstrahl, sodass auch bei kleinem Durchfluss ein angenehmes Gefühl entsteht. Ich verwende mittlerweile sogar lieber die Sparbrause als eine normale.
  • Viel Sparpotential gibt es auch beim Kochen, etwa beim Kochen von Nudeln. Es gibt hierbei zwei Regeln, die hartnäckig im Kopf der meisten Menschen eingebrannt sind: Nudeln kocht man ohne Deckel. Und: Pro 100g Nudeln 1 Liter Wasser verwenden. Vor allem Ersteres sollte in meinen Augen überdacht werden. Probiert es selbst: Ob man die Nudeln mit oder ohne Deckel kocht macht keinen Unterschied im Geschmack. Sehr wohl aber im Energieverbrauch! Und die Empfehlung mit 1 Liter pro 100g kann man meiner Erfahrung nach mit gutem Gewissen um den Faktor 2 halbieren, wenn man energiesparend und gleichzeitig geschmacklich einwandfrei kochen möchte.
  • Einen immer größeren Anteil am Stromverbrauch im Haushalt hat der Computer. Viele Leute haben ihn von früh bis spät eingeschaltet, ohne ihn zu verwenden. Dabei bieten alle modernen Computer einen Standbymodus: Auf Knopfdruck “schläft” der Computer ein, und sobald er wieder gebraucht wird ist er in Sekunden wieder betriebsbereit. Alle geöffneten Fenster, Programme und Dokumente bleiben dabei erhalten. Natürlich benötigt der Computer in Standbymodus Strom, jedoch um etwa eine Größenordnung weniger als wenn er ungenutzt eingeschaltet läuft. So benötigt etwa ein Apple Macbook im Betrieb ca. 40W, im Standbymodus (Ruhezustand) weniger als 4W. (Expertentipp: Suspend-to-RAM vs. Suspend-to-disk)
  • Zu dem Thema gibt es auch einen weiteren Tipp: Da ein Computer vor allem bei der jungen Generation täglich (viele) Stunden lange läuft, ist es hier auch sinnvoll, schon vor dem Kauf auf energiesparende Geräte und Computerkomponenten zu achten. Alleine bei den Prozessoren gibt es Unterschiede im Bereich von einigen 100%, was die Stromaufnahme betrifft! (Experten-Stichwort: TPD)
  • Ladegeräte und Netzgeräte von Handys, ext. Festplatten etc. sollten prinzipiell vom Netz getrennt oder ausgesteckt werden wenn sie nicht benötigt werden. Man spürt dass sie warm werden, auch wenn sie ungenutzt eingesteckt bleiben – und warm bedeutet immer Energie- bzw. Stromverbrauch.
  • Eine gute Idee ist es, einige Euros in ein einfaches Energiesparmessgerät zu investieren. Diese messen ausreichend genau die Stromaufnahme von Elektrogeräten im Haushalt wie z.B. Waschmaschinen, Computern, etc. Man bekommt dabei ein gutes Gefühl für den Stromverbrauch der Geräte und kann z.B. auch energiesparende Einstellungen herausfinden (Bsp. Waschmaschinenprogramme). So gibt es etwa bei unserer Waschmaschine zwei 60°-Programme, wobei eines um 40% weniger Strom benötigt als das andere, bei offensichtlich gleicher Waschwirkung.

Ich rede ständig davon, wie wichtig es ist, Strom zu sparen.
Warum halte ich es eigentlich für so bedeutend? Weil Strom eine der wertvollsten Energieformen ist!

Warum das so ist, werde ich anschaulich im zweiten Teil des Beitrages (erscheint in Kürze) erklären!

Jakob

Drei Wochen mit dem Motorola Milestone

By Jakob, 10.02.2010 19:26

Hallo liebe Besucher!

Motorola MilestoneZirka drei Wochen erledige ich nun bereits mit die mobile elektronische Kommunikation mit dem Motorola Milestone.
Müsste ich eine Wertung abgeben, würde ich ein klares “sehr zufrieden” vergeben.

Aber beginnen wir bei Dingen, die mir weniger gut gefallen.

  • Ein Kaufargument für das Milestone war die physische Tastatur, denn viele andere Geräte verfügen ausschließlich über eine Bildschirmtastatur und nach wie vor bevorzuge ich “richtige” Tasten. Jedoch habe ich zum Beispiel beim Testen eines Nokia N900 gesehen, dass es auch bei diesen Tastaturen Unterschiede gibt. Im direkten Vergleich Milestone und N900 lässt sich die Tastatur des Nokia-Gerätes angenehmer und zügiger bedienen.
  • Ein weiterer Kritikpunkt betrifft ebenfalls Eingabetasten. Anders als bei den ersten Android-Geräten sind die Tasten “Zurück”, “Optionen” etc. unter dem Display als “Berührungstasten” und nicht als physische ausgeführt. Praktisch jedes Mal wenn ich mit dem Gerät fotografiere, betätige ich versehentlich eine dieser Tasten. Das ist ärgerlich.

Kommen wir zu den Dingen, die mir nach einiger Zeit Benutzung als positiv aufgefallen sind:

  • Die Akkulaufzeit beträgt bei aktiver, häufiger Benutzung – dafür habe ich das Gerät ja – recht konstant zwei Tage. Das ist ein Wert mit dem man im Alltag ziemlich gut leben kann. Erfreulicherweise ist das Milestone mit einem standardisierten USB-Anschluss für Datenübertragung und Stromversorgung ausgestattet, sodass eigentlich immer Möglichkeiten zum Laden gegeben sind.
  • Richtig toll finde ich das Display. Die Darstellungsqualität ist sehr gut und die hohe Auflösung tut ihr Übriges zu einem wirklich überzeugenden Bildeindruck.
  • Die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gerätes ist sehr gut. Obwohl andere Geräte wie das Nexus One das Milestone bei den MHz-Werten des Prozessors schon überflügelt haben, leistet das Milestone im täglichen Gebrauch wirklich gute Arbeit. Programmaufrufe und -wechsel gehen schnell vonstatten, Fotos, Videos und andere Multimediaaufgaben machen richtig Spaß.
  • Was man mit der Zeit schätzen lernt: Die tolle Integration der Google-Dienste, allen voran Gmail oder auch z.B. Maps und Talk. Auf anderen Plattformen gibt es nirgends eine derartig überzeugende und gut funktionierende Unterstützung der Dienste von Google (die ich einfach gerne nutze) wie auf Android.
  • Ich habe gleich nach dessen Erscheinen das Softwareupdate 2.0.1 aufgespielt und kann es empfehlen. Die Kamera wurde schneller und der AF präziser, die Geschwindigkeit wurde stellenweise optimiert und dabei soll auch der Akku länger halten. Anfängliche Probleme mit plötzlichen Neustarts haben sich nach ein paar Tagen scheinbar wieder von selbst gelöst.

Damit gibts auch nach drei Wochen noch eine klare Empfehlung für das Milestone.
Für andere Leute und Anforderungsprofile sieht es natürlich anders aus, für mich stellt das Milestone aber das momentane Ideal-Smartphone dar. :-)

Schlüsselwörter: smartphone, android, google, motorola, droid, milestone, bob, erfahrungsbericht, test

Ein neuer Meilenstein – das Motorola Milestone

By Jakob, 23.01.2010 16:49

“It’s more than a phone, it’s a Droid.”

So bewirbt Motorola sein Smartphone, das bei uns in Europa unter dem Namen “Milestone” verkauft wird.
Dass es kein normales Telefon ist, kann ich nur unterschreiben – seit einigen Tagen darf ich eines mein Eigentum nennen.

Nachdem über einen langen Zeitraum alle möglichen Handys ganz genau unter die Lupe genommen habe, habe ich mich nun für das auf Android basierende Motorola Milestone als meinen täglichen Wegbegleiter für alle Kommunikationsaufgaben entschieden.
Vorweg: Ich habe es ohne Vertrag oder Bindung (freigeschaltet) gekauft und betreibe es mit dem Tarif big bob plus Datenpaket. Ich habe die verschiedensten Möglichkeiten durchgerechnet und bob stellte sich als am günstigsten bei gleichzeitig nicht vorhandener Vertragsbindung heraus.

Wie ist nun mein Fazit nach den ersten Tagen Milestone?
Einfach großartig – vor allem folgende Details:

  • Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals wieder ein Motorola-Gerät kaufen werde, nachdem ich mit dem V3 sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe. Mit dem Milestone hat Motorola aber einen großen Wurf gelandet. Das Gerät ist spitzenmäßig verarbeitet, wirkt ungemein hochwertig und auch das technoid-solide Design gefällt mir sehr gut. Es ist schwer, was aber den wertigen Eindruck nur unterstreicht und mich nicht besonders stört.
  • Mir gefällt, dass ich zum Einrichten, Benutzen und Warten des Gerätes gar keinen Computer brauche und z.B. eine lästige iTunes- oder Outlook-Synchronisation entfällt. Das einzige was nötig ist, ist ein Google-Account. Hier sind wir auch beim wohl größten Nachteil des Gerätes – um das ganze Potential der Android-Plattform nutzen zu können, man muss seine Daten Google anvertrauen. Tut man dies jedoch, hat man eine perfekte drahtlose Synchronisation von Emails, Kalendern, Kontakten, IM, … mit den jeweiligen Googlediensten.
  • Die Telefonfunktionen sind einwandfrei. Der Klang beim Telefonieren ist der beste im Vergleich zu allen meinen bisherigen Handys.
  • Besonders angetan hat es mir das Display des Milestones. Mit einer Auflösung von 854×480 ist es ausgesprochen scharf und dabei hell, kontrastreich und glänzt durch gute Farbwiedergabe. Es liegt in Bezug auf Auflösung auch weit vor dem iPhone, was dieses Bild eindruckvoll beweist.
  • Im Gegensatz zum amerikanischen Droid unterstützt das Milestone das sog. Multitouch. Damit kann man die vom iPhone bekannten Zoom-Gesten mit mehreren Fingern am Bildschirm ausführen. Vor allem beim Surfen im Internet möchte ich diese Funktion auf keinen Fall missen. Leider unterstützt Google Maps diese Gesten nicht, hier empfinde ich es aber als weniger störend.
  • Alles in allem kann ich sagen dass mir das Betriebssystem Android wirklich gut gefällt. Multitasking, vielfältige Möglichkeit der Integration von Drittanwendungen für verschiedenste Aufgaben (z.B. “Foto teilen via Facebook, Flickr, …”, weitreichende Personalisierung etc. sind nur einige Punkte die ich sehr daran schätze.
  • Eines der Kaufargumente für das Milestone war für mich die physische Tastatur, mit dieser komme ich auch gut zurecht. Hilfreich finde ich auch den 5-Wege-Taste, die vor allem bei Texteingaben praktisch ist. Genau diese braucht aber auch einigen Platz, was die ganze Tastatur für’s entspannte Tippen ein bisschen zu weit nach links verschiebt. Nicht so gut finde ich die virtuelle Display-Tatstatur, diese funktioniert subjektiv gesehen beim iPhone/iPod besser.
  • Die Kamera ist nicht das Glanzstück des Gerätes, nicht mehr und nicht weniger. Sie liefert brauchbare Bilder, ist relativ scharf aber insgesamt von der Geschwindigkeit der Fokussierung und Aufzeichnung her relativ träge. Angeblich soll dies aber mit einem Softwareupdate verbessert werden. Wen die Bildqualität interessiert, dem empfehle ich diesen Flickr-Tag, unter dem alle meine Uploads vom Milestone zu finden sind.
  • Richtig gut und schnell funktionierte auf Anhieb die Datenverbindung via WLAN und 3G (UMTS/HSDPA). Wer die Zugangsdaten für bob benötigt kann sich gerne bei mir melden.

Alles in allem bin ich richtig begeistert vom Milestone. Es bietet genau das, was ich von einem modernen Smartphone erwarte, kommt mit solider Hardware und guter Software – in einem Satz kann ich sagen: “Das Milestone passt einfach perfekt zu mir und meinen Ansprüchen”.

Interessant werden noch die Langzeiterfahrungen, für die ich aus heutiger Sicht sehr zuversichtlich bin.

Falls ihr irgendwelche Fragen zu dem Gerät habt, schreibt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag. Ich gebe gerne Auskünfte!

Jakob

Schlüsselwörter: smartphone, android, google, motorola, droid, milestone, bob, erfahrungsbericht

Die Zukunft des Journalismus

By Jakob, 17.01.2010 19:35

Hallo liebe Besucher!

Elektrischer ReporterNicht erst 2010 bringt einen weitreichenden Wandel in der Medienlandschaft.
Youtube, Twitter, Blogs … das alles sind Internetdienste, die herkömmliche Medien wie Fernsehen, Zeitungen etc. Konkurrenz machen.

Dem Wandel im Journalismus nimmt sich der Elektrische Reporter in gewohnt unheimlich toller Weise an:
Teil 1: Zukunft des Journalismus: Wer soll das bezahlen?
Teil 2: Zukunft des Journalismus: Die Selbermacher

Wie seht ihr das?
Wie wirken sich neue Internetmedien auf die bisherigen Medien aus? Alles nur ein Hype? Oder eine ernstzunehmende Veränderung?

Vor gut einem Jahr habe ich auch schon über die neuen Medien geschrieben, die Videos sind bis heute sehr interessant anzuschauen.

Schlüsselwörter: blogs, youtube, twitter, medien, social media, zdf

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