Kategorie: Uni

Erfahrungsbericht: Umfangreiches Laborprotokoll mit Google Docs

By Jakob, 08.07.2010 15:45

Hallo liebe Internetbegeisterte!

Elektrotechnik-LaborIm vergangenen Semester stand bei mir ein Elektrotechnik-Labor am Studienplan. Dabei wurden in den wöchentlichen Übungen Versuche durchgeführt, die dann zu Hause protokolliert werden sollten. Es wurde in Gruppen zu 3 Personen gearbeitet, jede Woche schrieb eines der Gruppenmitglieder das Protokoll. Nach Überarbeitung und Prüfung durch die anderen Mitglieder wurde das jeweilige Teilprotokoll jede Woche abgegeben. Für die Prüfung zum Schluss sollte dann jedem eine Gesamtversion vorliegen.

Wir haben für das Verfassen dieses Protokolles Google Docs eingesetzt, was sich sehr bewährt hat. Es war unsere Anwendung ein Paradeanwendungsfall für webbasiertes, kollaboratives Arbeiten, wie es eben Google Docs anbietet: Mehrere Teilnehmer sollen jederzeit, auch gleichzeitig, Zugang zu dem Dokument haben und auch immer den letzten Stand bearbeiten können, was besonders wichtig ist. Emails mit Dateianhängen herumzuschicken ist hier einfach viel zu umständlich und schlicht ungeeignet.

Was gut war:

  • Mehrere Leute können zeitgleich ein Dokument bearbeiten.
  • Nicht zielführendes Herummailen von Dokumenten entfällt.
  • Es sind jederzeit die gesamte Daten gesichert, sogar eine umfangreiche Versionsverwaltung ist mit dabei.
    Google bietet einen sehr guten Skizzen- und Grafikeditor an, der für die Schaltpläne gut funktionierte.
  • Wir arbeiteten mit der (mittlerweile alten) Docs-Version, in der ein TEX-basierter Formeleditor enthalten war, was großartig für mathematische Formeln und Ausdrücke ist.
  • Ein einfacher Export als PDF (zum Drucken) wird angeboten. Auch andere Formate wie .doc lassen sich exportieren.

Einschränkungen:

  • Google Docs ist vom Komfort her nicht vergleichbar mit einer Desktopanwendung wie z.B. Microsoft Word. Man wird dadurch aber zu sauberem Arbeiten angehalten (Definition von Formatierungen etc.), was durchaus wieder seine Vorteile hat.
  • Sobald es in die grafische Gestaltung von Seiten geht, stößt man sehr schnell die Grenzen von Google Docs. Wenn man jedoch hauptsächlich Text und Fotos bzw. einfache Grafiken verarbeiten muss, funktioniert es wunderbar.
  • Docs ist nicht dafür geeignet, bestehende Dokumente, etwa von Word, hochzuladen und online zu bearbeiten. Grundlegende Formatierungen bleiben erhalten, jedoch fehlt Docs wie erwähnt einiges an grafischen Möglichkeiten.

Am Ende des Semesters hatten wir ein Protokoll mit vierseitigem Inhaltsverzeichnis, Tabellen, unzähligen Fotos und Grafiken und 100 Seiten zusammen – auch damit war Docs nicht überfordert.

Ich kann aus eigener Erfahrung also auch für größere Projekte das webbasierte Service Google Docs mit all seinen Vorzügen empfehlen, wenn man sich über die Einschränkungen im Klaren ist.
Ich habe mittlerweile gar keine Office-Software mehr am Computer installiert, sondern mache all meine Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. online.

Wer Google Docs einmal selbst ausprobieren möchte, kann dies ganz einfach unter docs.google.com/demo tun.

Alternativen zum Google-Dienst (die meisten nur kurz getestet):
Zoho.com
Microsoft Office Web Apps
Thinkfree Office
Open Office (Desktopanwendung)

Stichwörter: textverarbeitung, web based, cloud computing, längere texte, text und tabellen

Kleine Feier zum Semesterausklang

By Jakob, 30.06.2010 17:30

Hallo liebe Besucher!

Ich werde zwar in den Ferien ohne Unterbrechung mit meiner Bachelorarbeit weitermachen, wir haben aber natürlich trotzdem das vergangene Semester mit einer kleinen, feinen Semesterabschlussfeier auf der WIST-Dachterrasse ausklingen lassen. Das Wetter hat super mitgespielt – war toll, danke fürs Kommen!

2010-06Juni-29_19-18-36

Weitere Eindrücke davon hier (Diashow).

Wir basteln uns ein Nicht-Newtonsches Fluid

By Jakob, 03.06.2010 13:20

Hallo liebe Besucher!

2010-06Juni-03_11-22-48Angeregt durch diverse Youtube-Videos haben wir heute einen Versuch mit einer Nicht-Newtonschen Flüssigkeit gemacht.

Was hat es damit aufsich?
Die Physik unterscheidet zwischen Newtonschen und Nicht-Newtonschen Fluiden. Bei der ersten Gruppe (Wasser, viele Öle etc.) sind die Scherspannungen im Fluid proportional der Schergeschwindigkeit, also
Newtonsches Fluid.
Nicht-Newtonschen Fluide gehorchen diesem proportionale Zusammenhang nicht, Beispiele sind etwa Blut oder Maisstärke mit Wasser. :-)

Mit Letzterem haben wir heute experimentiert.
Dieses Gemisch verhält sich in Ruhe wie eine Flüssigkeit, jedoch ändert es bei Bewegung “schlagartig” die Eigenschaften hin zu jenem eines Festkörpers.
Anschaulich könnt ihr es an dieser Foto- und Video-Doku sehen:

Uns hat es sichtlich Spaß gemacht – probiert es auch einmal aus!

Folgendes Vorgehen hat sich bewährt: Maisstärke in eine Schüssel geben, langsam Wasser hinzugeben (man brauch nicht viel), mit den Händen durchkneten bis eine dickflüssige Masse entsteht – fertig ist das Nicht-Newtonsche Fluid!

Viel Spaß beim Nachmachen!
Jakob

“No, he’ll be an engineer” – Dilbert

By Jakob, 30.05.2010 7:43

“Can he live a normal life?” – “No, he’ll be an engineer.”

Großartiger Ausschnitt aus der Cartoonreihe Dilbert von Scott Adams.

Filmtipp: Die 4. Revolution – Energy Autonomy

By Jakob, 17.04.2010 21:14

Hallo liebe Besucher!

Ich bin zwar kein Freund von Dokumentar-Kinofilmen, weil sie oft nur reißerische und wenig fundierte Inhalte bieten. Trotzdem werde ich mir den Film Die 4. Revolution – Energy Autonomy ansehen, zumal er genau mein Thema behandelt: Energie, erneuerbare Energien, Technologiefolgen … etc.

Ich bin besonders gespannt, welche Antworten der Film auf aktuelle technische Fragestellungen wie etwa Energiespeicherung gibt.

Nur ein Foto: Prüfung aus Festigkeitslehre

By Jakob, 06.03.2010 10:04

2010-03März-06_09-39-57

Heute steht die Prüfung aus Festigkeitslehre an, die viele Kommilitonen für die schwierigste im Maschinenbaustudium halten.
Die letzten Wochen waren geprägt von intensivem Lernen, insofern bin ich guter Dinge, die Prüfungsaufgaben ordentlich meistern zu können. :-)

Mindmeister für TU Graz-Angehörige kostenlos

By Jakob, 01.02.2010 7:56

Hallo liebe Besucher!

Seit der Beta-Phase nutze ich das Onlineservice Mindmeister, mit dem man auf einfach Weise Mind Maps erstellen kann.
Ich habe das Service bereits 2007 im TU Graz Learn Land vorgestellt, vor Kurzem hat nun die TU mitgeteilt, dass für Angehörige der TUG die Premiummitgliedschaft von Mindmeister frei zur Verfügung steht.

TUG-Angehörige können sich einfach mit der TUG-Emailadresse anmelden. Bestehende Mitglieder brauchen einfach die Adresse auf die TUG-Adresse zu ändern, um in den Genuss der erweiterten Möglichkeiten zu kommen.

Ich setzte Mindmeister sehr gerne ein, um schnell und in einfacher Weise eine ansprechende Visualisierungen meiner Ideen zu erstellen, oder wie hier Lernstoff übersichtlich aufbereitet darzustellen:


(Übersicht über Korrosionsmechanismen an Bauteilen, nach Skriptum “Werkstoffkunde”, IWS TU Graz)

Größte Vorteile von Mindmeister: Da es sich um eine reine Online-Anwendung handelt, sind die Mind Maps von jedem Computer (und iPhone mittels Applikation) aus einseh- und bearbeitbar. Weiters bietet Mindmeister die Möglichkeit, mit Teamkollegen die Mind Maps in Echtzeit gemeinsam übers Internet zu beatbeiten.

Probiert es aus!

TU Graz jetzt auf iTunes U

By Jakob, 03.11.2009 18:52

Hallo liebe Besucher!

Seit dem heutigen Tag ist die TU Graz als zweite Österreichische Universität auf iTunes U (Videoeinführung) vertreten.
TU Graz auf iTunes

Neben Vorlesungs-Videoaufzeichnungen umfasst das momentane Angebot auch Unipräsentationen, Infos zu Studien, etc.

Alle Infos findet ihr unter http://itunes.tugraz.at/ bzw. hier den Direktlink zu iTunes U.

Meine Meinung zu den #unibrennt-Aktionen

By Jakob, 23.10.2009 14:13

Hallo liebe Kollegen!

Im Folgenden meine Meinung zur Besetzung des Audimax der Uni Wien und den auf andere Orte ausgedehnten Protesten.

Abgesehen von den (weshalb auch immer) geschönten Beiträgen der Medien, wo erklärt wird, es handle sich rein um politische Proteste, möchte ich erst einmal auf folgendes Video hinweisen.
Gedreht von einem Teilnehmer der Aktion und hochgeladen ins Internet:

Sagt mal geht’s euch noch gut? Sieht so euer politischer Protest aus? *kopfschüttel*

In diversen Blogbeiträgen werden die Gründe der Aktion erläutert und als Protestmittel “Party” genannt. Aber seid mir nicht böse: Party (inkl. Alkohol, lauter Musik und den einhergehenden Sachbeschädigungen) ist nun wirklich kein Mittel, um öffentlich auf überlegten Forderungen aufmerksam zu machen!

Ihr schadet damit nicht nur euch selbst und eurem Vorhaben, sondern dem Ansehen der ganzen Studentenschaft in diesem Lande!

Weiters traue ich mich zu sagen, dass wohl das Motiv der abendlichen und nächtlichen Aktion im Audimax für einige Teilnehmer nicht der politische Protest war, sondern einfach stupides “Party machen”. Diese Aussage stütze ich auf meine persönliche Erfahrung, ich bin mir aber sicher, dass sie zutrifft.

Mir geht es in meiner Kritik nicht um die Inhalte und Forderungen der Proteste, diese sind durchaus sinnvoll (wenn auch unkoordiniert). Aber die Mittel sind einfach indiskutabel. Ihr als Teil der Hochschülerschaft, denen man eigentlich höchste Intelligenz in diesem Lande zuschreiben würden, verhaltet euch einfach dermaßen dumm, dass ihr alleine deswegen nicht ernst genommen werden könnt.

An manchen Tagen muss man sich wirklich ein bisschen schämen, wenn man gefragt wird, was man macht, und darauf antwortet: “Ich bin Student” …

Noch ein paar Zitate aus dem Standard, einfach zum Nachdenken:

Es liegt eine Schätzung des Rektorats vor, wieviel die Sachschäden ausmachen. Man geht von 50.000 bis 100.000 Euro aus.

Eine Gruppe von DemonstrantInnen macht sich gerade auf dem Weg Richtung Juridicum, dort wollen sie durch die Hörsäle ziehen. Gestern wurden sie dort allerdings zum Teil ausgebuht.

(Juristen sind vielleicht doch ein bisschen vernünftiger als andere Studenten?)

Aus dem Rektorat heißt es gegenüber derStandard.at: “Wir geben das Ziel nicht auf, die Verwantwortlichen zu finden um mit ihnen zu verhandeln”. An das Rektorat sei niemand der BesetzerInnen herangetreten.

Nur ein Foto: Fahrradaufkommen an der TU Graz

By Jakob, 08.10.2009 12:36

2009-10Oktober-08_09-37-17

TU Graz-Studenten können vielen Mitmenschen Vorbild sein: So sieht das Fahrradaufkommen vor dem Hörsaal P1 an einem normalen Unitag aus.

Die Homepage von Jakob Hürner basiert auf WordPress | Design Panorama von Themocracy