Beiträge über: facebook

Gedanken zur Entwicklung der sozialen Netzwerke

von Jakob, 27.02.2010 19:30

Hallo liebe Besucher!

Wie ihr wisst bin ich ein großer Fan von sozialen Netzwerken im Internet.

Was gefällt mir gut daran?

Lasst mich einen Grundaspekt so erklären: Früher war man für die Kommunikation mit anderen Menschen größenteils darauf angewiesen, sie persönlich zu treffen und mit ihnen von Angesicht zu Angesicht zu sprechen. Als das Telefon populär wurde, konnte man mit Personen auch über beliebige Distanzen sprechen, aber auch wieder mit jeweils nur einer Person. Heute bietet das Internet die Möglichkeit, dass man über Statusmeldungen, Kommentare, Bildern, Videos, etc. im “Social Web” mit vielen Menschen gleichzeitig kommuniziert. Das muss keine schlechtere Kommunikation sein als früher, sie ist einfach anders. Auch ersetzt diese Kommunikationsform nicht eine persönliche, “physische”, sondern erweitert den zwischenmenschliche Austausch nur um viele weitere interessante Möglichkeiten.
Insofern bieten soziale Netzwerke tolle neue Möglichkeiten, mit Menschen zu interagieren – das begeistert mich.

Leider stelle ich zunehmend fest, dass soziale Netzwerke immer schlechter werden – zumindest ist das meine Einschätzung.

Welche Entwicklungen stören mich?

Der gravierenste Kritikpunkt für mich ist die zunehmende “Vermüllung” der Netzwerke. So lässt es sich in Facebook seit geraumer Zeit nicht oder nur unzureichend unterdrücken, dass einem alle Nachrichten über Gruppenbeitritte, Spiele und anderer Blödsinn im Nachrichtenverlauf angezeigt werden. Dadurch wird es schier unmöglich, relevante Nachrichten zu filtern.
Zum Beispiel hat auch das neu gestartete Google Buzz das selbe Problem. Von Haus aus werden alle möglichen Dienste im Buzz-Verlauf aggregiert, was den Benutzer dazu “verpflichtet”, einfach zuviel Unnützes (teils mehrfach) zu lesen, wenn er die interessanten Nachrichten sehen will.
Am Ende sind diese Dienste dann einfach unnütz, weil der Anteil an lesenswerten Beiträgen in der großen Masse an Informations-Müll untergeht.

Insgesamt tut es den Netzwerken in meinen Augen nicht gut, dass sie zum Massenphänomen wurden. Seitdem jeder dort veröffentlicht, was ihm gerade einfällt, sinkt die allgemeine Qualität der Beiträge, und auch immer mehr bedenkliche Auswüchse treten auf.
Als wäre das Internet ein heimeliger Kreis von wenigen vertrauten Personen (genau das ist es eben NICHT), werden dort unpassende Statusmeldungen, bedenkliche Fotos, etc. veröffentlicht und jeder macht munter mit, ohne über etwaige Konsequenzen nachzudenken.
“Das gebe ich ja nur meinen Freunden frei”, hört man oft. Überhaupt schonmal mit Privatsphäreeinstellungen in den Facebook beschäftigt? Wer aller darf meine Beiträge sehen? Was wenn durch einen Systemfehler einmal private Inhalte öffentlich werden? Das kommt ja immer wieder einmal vor.
“Medienkompetenz” sucht man so gesehen in der heutigen Internet-Nutzergemeinde oft vergebens.
Und das “Social Web” ist eben keine primär technische Entwicklung, sondern der Mensch und seine Nutzung macht das “Social Web” aus.

Ich bin absolut nicht gegen die modernen Medien, ich finde sie ansich wirklich gut. Wir werden aber noch viel lernen müssen, was den Umgang mit ihnen angeht.
Momentan sehe ich die sozialen Netzwerke den Bach runtergehen. Nicht in erster Linie weil die Technik dahinter nicht passt, sondern weil die Menschen damit nicht umzugehen wissen.

Zwei Tipps für Facebook-Geplagte

von Jakob, 05.02.2010 17:21

Hallo liebe Besucher!

FacebookSeit dem heutigen Update von Facebook flammen erneut kritische Diskussionen über den (Un-)Sinn der Anzeige des Facebook-Feeds auf.
Es erschlägt den Nutzer mit lauter mehr oder weniger sinnvollen Infos, wer dies oder jenes Schaf bekommen hat, wer von wem entführt worden ist, wer welcher unnützen Gruppe beigetreten ist etc.

Facebook erstickt mittlerweile in unnützem Datenmüll – deshalb muss man sich Wege suchen um die interessanten Inhalte herauszupicken.
In meinem Fall wären das: Statusmeldungen, Links, Fotos, Videos. Und aus.

Ich möchte euch zwei einfach Wege vorstellen, wie ihr eure Facebook-Anzeige schlanker machen könnt.

  • Facebook Lite
    Diese Anzeigemöglichkeit erspart euch diese dauernden Freundschaftsmeldungen, Gruppenbeitrittsmeldungen etc. und reduziert Facebook auf die wesentlichen Funktionen.
  • Facebook touch
    Wer es noch schlanker haben möchte, kann zu Facebook touch greifen. Eine Oberfläche, die für Touchscreen-Handy entworfen wurde, aber auch im normalen Browser läuft.

Ich hoffe ich konnte euch mit den zwei Tipps Anregungen geben, wie ihr die Facebook-Müll-Flut wirkungsvoll eindämmen könnt. Wenn ihr diesbezüglich noch mehr Vorschläge habt, freue ich mich über Kommentare zu dem Beitrag!

Jakob

Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steige ab!

von Jakob, 10.10.2009 8:47

Hallo liebe Besucher!

Es war zu Beginn meines Studiums eine gute Möglichkeit mit Kollegen in Verbindung zu treten, andere Leute virtuell kennenzulernen, Fotos zu tauschen und lustigen Gruppen beizutreten.
Die Rede ist vom studiVZ, einer deutschen Kopie des populären US-amerikanischen Facebook.

studiVZAnfänglich musste ein Soziales Netzwerk nicht viel mehr bieten als Profilseiten, private Nachrichten und Fotogalerien. Genau das hatte studiVZ immer schon (von Facebook kopiert). Die Anforderungen der Internetbenutzer haben sich aber gewandelt, und so möchte man heute einfach mehr geboten bekommen. Keine Möglichkeit Videos einzustellen oder zumindest zu verlinken, keine Entwicklerschnittstelle etc. machen das studiVZ zu einem richtigen Internet-Dinosaurier. Ein letzter Versuch war es, den Microbloggingdienst Twitter einzubinden (praktisch überhaupt die einzige Schnittstelle nach außen!), doch auch dessen Umsetzung finde ich mangelhaft.

Respekt meinerseits: Die studiVZ-Macher haben es wirklich ausgezeichnet geschafft, jeglichen Trend zu verschlafen oder zu ignorieren und ihr Netzwerk auf möglichst altmodischem Stand zu halten.

Ein Punkt der mich außerdem bei studiVZ immer schon gestört hat, ist, dass man als Österreicher dort praktisch ignoriert bzw. als Deutscher behandelt wird. Was interessieren mich irgendwelche auf D beschränkte Aktionen, Kopfwehmeldungen nach deutschen Feiertagen und dauernde Nachrichten über deutsche Themen? So kann man mit Zigtausenden nicht-deutschen Nutzern nicht umgehen!

Aus all diesen Gründen habe ich nun meine studiVZ-Mitgliedschaft beendet, nachdem ich schon einige Zeit inaktiv war. Ich verzichte nicht auf Soziale Netzwerke, sondern bin beim Original, bei Facebook gelandet.
Facebook bietet seinen Nutzern derartig viele interessante Möglichkeiten, sodass eine Entscheidung für Facebook und gegen studiVZ nicht schwer fällt.

Ein Tipp für alle, die die (eintönige) Einfachheit von studiVZ schätzen und denen Facebook anfänglich zu kompliziert erscheint:
Steigt über die neue Anzeigemöglichkeit “Facebook Lite” ein! Ein klares, auf relevante Funktionen abgespecktes Facebook, das vor allem auch neuen Benutzern den Einstieg erleichtert.

Ein letzter Blick zurück.
Tschüss, studiVZ, deine Zeit ist abgelaufen.

Twitter: @jakobh als Nestflüchter

von Jakob, 14.09.2009 16:50

TwitterNach 7 Monaten und gut 1000 Tweets habe ich meine Nutzung des Microbloggingdienstes Twitter einmal ausführlich und kritisch reflektiert. (Was ist Twitter?)
Dabei bin ich zum Schluss gekommen, meinen Twitteraccount auf inaktiv zu setzen.

Ich möchte kurz auf die Gründe eingehen:

Sinnhaftigkeit und Nutzen-/Aufwandverhältnis

  • Die “Halbwertszeit” von Tweets ist relativ unattraktiv, diese liegt bei Minuten oder wenn es gut geht bei Stunden. Versucht z.B. einmal, einen Tweet zu finden, den ihr vor einem halben Jahr geschrieben habt. Über Twitter, Google, etc. war mir das nicht möglich!?
  • Twitter benötigt Aufmerksamkeit. Ich verwendete Twitter immer nebenbei wenn der Computer eingeschaltet war (was ich für die einzig sinnvolle Nutzung halte). Der Twitterstream aktualisiert sich laufend, und immer wieder schaut man hin, sieht interessante Sachen und schon ist man wieder abgelenkt. Meist nur kurz, aber permanent.
  • Ich legte die falsche Herangehensweise an den Tag. Meiner Meinung nach hat jeder Twitternutzer, den ich “followe”, es verdient, dass ich seine Beiträge auch wirklich lese. Twitter funktioniert so aber nicht. Mich frustrierte es auch immer, wenn ich deutlich sah, dass meine Tweets von Followern nicht gelesen wurden.
  • Das Konzept, das hinter der Beschränkung auf 140 Zeichen steckt, hat bestimmt seinen Sinn. Die Beschränkung auf kurze und prägnante Beiträge ist unter anderem zum Eindämmen der Informationsflut sehr wichtig. Wenn ich jedoch wirklich meine Meinung kundtun wollte, dann waren 140 Zeichen immer zu wenig (was auch den hohen Linkanteil in meinen Beiträgen teilweise erklärt). Ich habe einfach oft mehr zu sagen. Für Allewelt-Beiträge nach dem Twittermotto “What Are You Doing?” reichen 140 Zeichen natürlich.
  • Weiters halte ich die Redundanz der Twitterbeiträge für sehr hoch. Anstatt mittels in Newsreadern vorhandener, einfacher Empfehlung auf einen guten Beitrag – meist sind es dann Links zu Nachrichten – hinzuweisen, gibt’s unzählige Tweets ala “RT @dieser RT @welcher RT @jener”, was ja auch die Twitterettiquette vorsieht. Beitragsempfehlungssysteme wie z.B. in Google Reader finde ich hier effizienter und besser.

Privatsphäre

  • In meiner Twittererkundungsphase war es für mich durchaus in Ordnung und sogar erwünscht, dass alle Welt wissen kann, was ich wo gerade tue und vor allem was mich gerade beschäftigt. Da ich ansich ein sehr kommunikativer und mitteilungsbedürftiger Mensch bin, war mir das sehr willkommen.
  • Mit der Zeit begann ich dann, nicht zuletzt aufgrund von diversen Nachrichtenmeldungen, immer genauer zu überlegen, was ich alles öffentlich twittere. Mit der Privatsphäre sehe ich vor allem das Problem, dass man (niemand!) vorher einschätzen kann, welche Auswirkungen Geschriebenes später haben kann. Und ist einmal etwas im Internet veröffentlicht, gibt es so gut wie keinen Weg mehr zurück. Die ganze Welt kann darauf mit wenigen Klicks zugreifen.

Ich werde Twitter bestimmt nicht aus meinem Verzeichnis gerne benutzter Websites streichen. Als Echtzeit-Nachrichtendienst ist es unbeschreiblich wertvoll. Beispiel: Man möchte einen bestimmten Internetdienst nutzen und dieser funktioniert nicht. Bevor ich den Fehler bei mir suche, starte ich eine kurze Twittersuche und lese dann sofort, ob auch andere dieses Problem haben. Twitter wird also noch weiter eine Nachrichtenquelle für mich bleiben.

FacebookGänzlich werde ich nicht auf Micoblogging verzichten. Jedoch werde ich nicht mehr öffentlich twittern, sondern (überlegte) Meldungen in Facebook schreiben. Diese werden dann meinen (Offline- und Online-)Freunden zugänglich sein, die an meinen persönlichen Nachrichten interessiert sind.
Denn allgemeine Nachrichtendienste gibt es genug. Allgemeine Neuigkeiten kann ich auch mit gezieltem Abonnieren von ausgewählten RSS-Feed beziehen, dies geschieht zwar nicht in Echtzeit, aber sehr nahe daran.

Neuigkeiten über Fotos, interessante Links etc. könnt ihr immer aktuell in meinem Friendfeed (-> Jakobs Lifestream) lesen, persönliche Kurznachrichten als meine Freunde auf Facebook.

Alles spricht von Medienkompetenz, die man am besten bekommt, wenn man Medien nutzt. Ich habe Twitter verwendet und mir meine Meinung dazu gebildet. Ich bedanke mich bei meinen vielen Followern aus aller Welt, die bisher meine Tweets abonniert hatten, jedoch beende ich nun meine aktive Twitternutzung bis auf Weiteres.

Danke für euer Interesse an meinem Beitrag!
Jakob

PS: Eigentlich bin ich jetzt auch froh, zukünftig nicht mehr in Erklärungsnotstand zu kommen, wenn ich nach dem Sinn meiner begeisterten Twitteraktivitäten gefragt werde. Klarstellend: Twitter ist eine interessante Form der Kommunikation und mehr als reines Geschwafel – jedoch möchte ich vorerst wieder darauf verzichten.

Facebook bereits die viertgrößte Website der Welt

von Jakob, 09.08.2009 9:03

Hallo liebe Besucher!

Eine bemerkenswerte Neuigkeit habe ich gelesen.
Facebook, das auch bei uns zunehmend populär werdende Soziale Netzwerk, nahm im Juni 2009 bereits den vierten Platz in der Rangliste der meistbesuchen Websites der Welt ein.
Damit wurden Seiten wie MySpace (das sich bei uns kaum durchsetzt, aus gutem Grund …), Amazon, eBay und Wikimedia-Seiten bereits hinter sich gelassen.

Facebooks Aufstieg

Nur noch Yahoo!, Microsoft und Google liegen vorne.

Auch ich habe studiVZ, dem deutschen Rivalen, den Rücken zugekehrt und bin nun praktisch nur mehr bei Facebook anzutreffen. Es ist die mit Abstand bessere Plattform, die neben umfassenderen Grundfunktionen auch viel offener für das Einbinden andere Online-Services ist.

Beeindruckend auch, wie populär Soziale Netzwerke in den USA sind. Beispielsweise habe ich über Patricia eine amerikanische Studentin kennengelernt, die in Facebook 1.043 Leute zu ihren Freunden zählt. :-)

Alles in allem ist Facebook äußerst erfolgreich, was die Nutzeranzahl betrifft. Eines haben sie aber noch nicht geschafft – die Plattform rentabel zu betreiben und ohne laufende beträchtliche Geldspritzen auszukommen.

(via e-Learning Blog, Techcrunch)

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