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Meine Technik-Favoriten im Jahr 2013

Hallo liebe Besucher!

Erst kürzlich habe ich wieder eine sehr positive Rückmeldung von einem Leser meines Blogs erhalten, der meine Beiträge über Technik und Elektronik aufmerksam verfolgt und dem ich damit schon bei der einen oder anderen Entscheidung behilflich sein konnte. Diese Aufgabe sollen meine Beiträge natürlich auch weiterhin erfüllen! 🙂

2013 hat im Bereich der Unterhaltungselektronik wieder einige Entwicklungen gebracht. Kameras verlieren zusehends ihre Spiegel, Smartphones mit Internetzugang befinden sich in praktisch jeder Hosentasche, immer mehr Menschen greifen zu Tablets anstatt zu PCs … Ich habe den Eindruck, dass sich die Technologie in letzter Zeit „auf den Menschen zubewegt“. Sie wird insgesamt einfacher nutzbar und schafft Mehrwert für den Benutzer, anstatt immer nur mit mehr Funktionen und besseren Leistungsdaten aufzuwarten.

Ganz im Zeichen dessen möchte ich meine drei Favoriten im Bereich Unterhaltungselektronik vorstellen, die mich im Jahr 2013 überzeugt haben und die damit zum Teil meines Alltags geworden sind.

Spotify

Praktisch sämtliche Musik unserer Zeit immer und überall in guter Qualität verfügbar zu haben, damit zu jeder Zeit für jede Stimmung die passende Musik dabei zu haben und das alles zu vernünftigen Kosten: dies machte Spotify zu einem Element meines Alltags, das ich ab nun nicht mehr missen möchte.
» Mein ausführlicher Erfahrungsbericht

Sony NEX-3N

Ich habe behauptet, Technik werde immer einfacher und zugänglicher. Ein gutes Beispiel hierfür sind die spiegellosen digitalen Systemkameras, wie etwa die Sony NEX-3N. Sie bieten die Bildqualität der großen Spiegelreflexkameras, sind aber ungleich kompakter, leichter und oft auch einfacher in der Handhabung. Heutzutage sind die Spiegellosen mit Sicherheit für die überwiegende Mehrheit der ambitioniert fotografierenden Zeitgenossen die beste Wahl. Spiegelreflexkameras dagegen sind wohl nur mehr für einen sehr kleinen Anwenderkreis mit relativ spezialisierten Anforderungen unabdingbar. Ich habe mich für das Einsteigermodell der Sony-Reihe entschieden und bin nach vielen verschiedenen Einsätzen und tollen Ergebnissen damit nach wie vor der Meinung, dass sie für mich die perfekte Kamera ist.
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BOSE QuietComfort 3

Es wird mir jeder beipflichten, dass Musikgenuss nicht nur eine Frage der Musik ansich, sondern auch eine des Wiedergabegerätes ist. Ein besonders gutes seiner Art ist der BOSE QuietComfort 3 Kopfhörer. Was ihn so besonders macht sind in meinen Augen vor allem drei Eigenschaften: Einerseits verfügt er über eine sehr wirkungsvolle aktive Störgeräuschunterdrückung. Gerade in lauteren Umgebungen wie im Zug oder Flugzeug eliminiert er durch ausgeklügelte Technik den Großteil der Lärms. Andererseits ist er noch relativ kompakt und dank stabiler Reisehülle einfach mitzunehmen. Zu guter Letzt glänzt er, entsprechend meiner Erfahrungen mit anderen Kopfhörern, durch eine sehr klare und ausgewogene Klangwiedergabe über das ganze Tonhöhenspektrum. Er ist nicht zu basslastig, wie es bei größeren Kopfhörern immer wieder festzustellen ist. Der Preis ist hoch, aber in meinen Augen entsprechend der Summe der Vorzüge gerechtfertigt.

Welche technischen Produkte und Services haben eurer Jahr 2013 geprägt? Mich würde eure Meinung interessieren!

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Alle Musik jederzeit überall – Spotfiy

Hallo liebe Besucher!

Jene, die mich schon länger kennen, wissen, dass ich immer ein sehr musikbegeisterter Zeitgenosse war – zwölf Jahre Musikschule und drei erlernte Instrumente zeugen davon. Während ich in der Mittelschule noch passiver Musikkonsument (Generation iPod!) war, rückte die Musik in meiner Studienzeit immer weiter in den Hintergrund.

Erst in den letzten Wochen packte mich wieder die Begeisterung für Musik. Ich litt in letzter Zeit an akuter „Ermüdung“ durch den ewig gleichen Klang im Radio und in der eigenen Musiksammlung. Gottseidank gibt es im Jahr 2013 eine wunderbare Abhilfe für dieses Problem, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar schien.

Musikkonsum anno 2013

spotify-logoFür mich heißt die Lösung Spotify – ein Musikstreamingdienst, bei dem man gegen eine monatliche Gebühr beliebige Musik auf den verschiedensten Endgeräten hören kann. Sprich, man muss die Musik nicht am eigenen Copmuter gespeichert haben und verwalten, sondern sie wird beim Anwählen des jeweiligen Titels auf das Gerät geladen und wiedergegeben. Der verfügbare Musikkatalog umfasst mehr als 20 Millionen Lieder quer durch alle Genres, die Klangqualität ist sehr gut.

In meinen Augen liegen die Vorteile auf der Hand: Anstatt eine CD mit 10 Liedern zu kaufen, hat man für den etwa selben Preis ein Monat lang (legalen) Zugriff auf eine riesige Auswahl an Titel der wichtigsten Plattenfirmen. Mir war es besonders wichtig, dass mir die Verwaltung der Musiksammlung abgenommen wurde, ich muss mich jetzt nicht mehr um die Speicherung und Synchronisierung der Musik auf den verschiedenen Geräten kümmern. Das vielleicht wichtigste Argument für einen solchen Dienst ist aber die Abwechslung – ich kann mir zu jeder Zeit genau die Musik anhören die ich will (oder die mir Spotify anhand meines Musikgeschmacks vorschlägt) und bin in keinster Weise auf eine limitierte Auswahl einer privaten Musiksammlung angewiesen.

Man begibt sich natürlich in zumindest zweierlei Abhängigkeit durch die Nutzung eines solchen Dienstes. Zum einen benötigt man immer einen Internetanschluss (der heute aber eigentlich allgegenwärtig ist) und zum anderen zahlt man nur monatliche Miete für die Musik, sie gehört einem nicht. In Anbetracht der monatlichen Kosten im Vergleich zum Musikkauf geht für mich die Rechnung aber trotzdem auf.

Musikindustrie anno 2013

Künstler sehen Spotify mit gemischten Gefühlen und klagen über niedrige Umsätze je abgespieltem Titel. Einerseits liegt dies wohl an überholten(?) Strukturen in der Musikdistribution, andererseits scheint die gängige Alternative dazu aber eine noch wesentlich ungünstigere für die Künstler zu sein. Wenn wir an die letzten 10 Jahre denken, stand Musikkonsum vor allem bei der jungen Klientel ganz im Zeichen des Bezugs aus mehr oder weniger dubiosen Quellen. Spotify ist als junges Unternehmen ohne Zweifel von dieser Epoche geprägt, lässt aber deshalb auch bewusst das bekannte Jahrzehnte-alte „Schallplattendenken“ außen vor. Anstatt aktionslos über kontinuierlich sinkende Plattenumsätze zu klagen, wie es die Musikindustrie gerne tut, zeigt Spotify dass man Erfolg im Musikdistributionsgeschäft haben kann, wenn man sein Produkt nur vom Kunden und seinen Bedürfnissen her gestaltet. Der heutige Konsument will Musik zu jeder Zeit, an jedem Ort und auf jedem Endgerät und vor allem auf möglchst unkomplizierte Weise nutzen. Er will Abwechslung, ordentliche Qualität und möchte sich auch nicht mit Dutzenden Kunststoff- oder Silberscheiben belasten. Zu guter Letzt ist entscheidend, dass er – wenn das Angebot stimmt – auch gerne bereit ist ist dafür seinen finanziellen Beitrag zu leisten.

Meine Erfahrung mit Spotify Premium während der ersten Wochen sind durchwegs positiv. Der Dienst funktioniert einwandfrei auf allen Geräten und in verschiedenen Ländern, praktisch alle von mir gesuchten Titel sind verfügbar und meine Übersättigung mit ewig gleicher Musik hat ein abruptes Ende gefunden! 🙂

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Die für mich ideale Kamera: Sony NEX-3N

Hallo liebe Foto-Freunde!

In der Vergangenheit nutzte ich viele digitale Kameras: Nach einer Minolta Dimage 7i kam die erste leistbare digitale Spiegelreflexkamera, kurz DLSR, Canon EOS 300D und ein paar feine (L-)Objektive. Weiter ging die Evolution dann mit einer Canon EOS 30D und einer 550D. Als kleine Allroundkamera hatte ich mir vor mittlerweile drei Jahren die Canon Powershot S95 zugelegt, mit der ich auf den Geschmack einer exzellenten und transportablen Kompaktkamera kam.

Handlichkeit siegt – auf Kosten der Bildqualität?

Es liegt in der Natur bzw. Physik der Sache, dass die Bildqualität selbst einer großartigen Kompaktkamera aufgrund von kleinem Objektiv und Sensor nicht an jene einer DSLR heranreicht. Dennoch, ich ließ immer öfter die DSLR zugunsten der S95 daheim, gerade wenn es auf Wandertouren oder auf Ausflüge mit kleinem Gepäck ging – klein und leicht ist eben herrlich praktisch. Irgendwann entschloss ich mich dann dazu, die DSLR-Ausrüstung abzugeben und mir ein kleineres System zuzulegen. Lange beobachtete ich den Markt der spiegellosen digitalen Kamerasysteme, oft kurz EVIL genannt, die als rein digital ausgelegte Systeme auf den voluminösen Spiegelmechanismus von DSLRs verzichten können und daher bedeutend kleiner gebaut werden können. Bekannte Vertreter sind die Micro-Four-Thirds-Kameras von Olypmus und Panasonic. Keine dieser Kameras überzeugte mich aber so sehr, dass ich den kompletten Schwenk vom Spiegelreflexsystem wagte. Erst als Sony das NEX-System vorstellte, begann ich ernsthaft einen Wechsel in Erwägung zu ziehen. Pluspunkt des Systems ist ganz klar der große Sensor, er ist das Qualitätskriterium bei Kameras. Damit sollten die Kameras theoretisch an die Bildqualität von DSLRs heranreichen. Darüber hinaus kooperiert Sony mit Zeiss und bietet mehr und mehr exzellente Objektive fürs NEX-System an. Leider hatten die ersten NEX-Kameras noch ihre Problemchen und die Objektive zu Beginn spielten den Größenvorteil des Systems nur ungenügend aus. Im heurigen Frühjahr stellte Sony aber die für mich praktisch ideale EVIL-Kamera vor: die Sony NEX-3N, in Verbindung mit dem Sony E 16-50mm f3.5-5.6 OSS – zur Markteinführung die kleinste EVIL mit großem (APS-C)-Sensor. Die sollte, auch dank des günstigen Setpreises, die neue Kamera meiner Wahl sein.

Bildqualität auf Augenhöhe mit einer DSLR

Erste Tests bestätigten: Die Bildqualität enttäuschte meine hohen Erwartungen nicht. Die Abbildungsleistung ist in meinen Augen erstklassig, die Bilder wirken sehr realistisch und lassen danke hervorragendem Abbildungsvermögen des Sensors viel Spielraum für Optimierung. Natürlich ist das außergewöhnlich kompakte Zoomobjektiv optisch nicht fehlerfrei, vor allem Verzeichnung und Vignettierung sind merklich vorhanden. Da aber mein Bildverarbeitungswerkzeug diese Fehler automatisch korrigiert, bekomme ich sie nicht einmal mit. Digital geht das eben. 🙂
Die Bildqualität der Kamera braucht den Vergleich mit einer DSLR nicht zu scheuen, schließlich sind die bilddefinierenden Elemente Sensor und Objektiv nicht vom Spiegelmechanismus abhängig.

Reiseerfahrungen: Überzeugend

Während meiner Islandreise war die NEX-3N zum ersten Mal im Dauereinsatz und hinterließ einen großartigen Eindruck. Die Kamera ist in wesentlichen Aspekten des Fotografierens schnell und angenehm zu bedienen, ist dank der Abmessungen einfach mitzunehmen, das neigbare Display erlaubt komfortabel bodennahe Bilder oder auch Selbsportraits, der Blitz ist anders als bei ähnlichen Modellen fix eingebaut und Gefallen findet auch die Panoramafunktion, selbst wenn man sie zu Beginn eher als Spielerei abtun würde. Die Akkulaufzeit ist gut und das Laden per USB erspart sogar das Mitnehmen eines weiteren Ladegerätes neben dem des Handys bzw. Tablets – super! Ich habe während unserer Reise zu keiner Zeit eine DSLR vermisst, ein kleines „Kameratascherl mit komprimierter Bildqualität“ zu haben ist genau dann eine Wohltat.

Für mich die perfekte Wahl

Die Sony NEX-3N, im ersten Schritt mit dem Sony 16-50mm, ist für mich also die beste Kamera für meine Anforderungen. Klarerweise sind diese nicht bei allen gleich – für Sport (bzw. für sonstige schnell bewegte Motive), Tierfotografie oder professionelle Portraitfotografie werden sich nach wie vor andere Systeme eher anbieten.
Allen, die ähnliche Anforderungen an eine Kamera haben wie ich, kann ich die genannte NEX nur ans Herz legen.

Testbilder

Bunt durchmischt ein paar Fotos, die ich mit der NEX-3N und dem Sony E 16-50mm f3.5-5.6 OSS aufgenommen habe. Die Bilder wurden im RAW-Format aufgenommen.

2013-07-30_15-54-46.jpg 2013-07-29_11-51-42.jpg 2013-07-26_12-18-03.jpg 2013-08-01_11-33-57.jpg 2013-07-07_10-18-12 2013-06-05_16-06-56 2013-06-07_10-17-54 2013-07-28_08-25-45.jpg

Der Artikel spiegelt meine persönliche Meinung wider, ich stehe in keiner irgendwie gearteter Verbindung zu Sony.

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Mein Review des Asus UX31A Zenbook Prime

Hallo liebe Besucher!

Nach fünf Jahren Apple MacBook Pro bin ich kürzlich wieder in die Windows-Welt gewechselt und habe mir das Asus UX31A, auch Zenbook Prime genannt, gekauft. Mein altes Gerät war in die Jahr gekommen und genügte meinen Anforderungen mehr schlecht als recht, weshalb ein Ersatz nötig wurde.

Ich interessiere mich seit Längerem für die neue Ultrabook-Klasse am Notebookmarkt. Meinen Vorstellungen eines Computers entsprechend bieten Geräte dieser Klasse dank hochwertiger moderner Komponenten gute Rechenleistung in einem sehr kompakten Gehäuse. Durch die eingehende Beobachtung des noch recht jungen Ultrabook-Marktes war für mich klar, dass mit dem Erscheinen der Ivy Bridge Prozessorgeneration jetzt ein guter Zeitpunkt für den Kauf eines solchen Gerätes ist. Schließlich veranlasste mich vor allem das hochwertige Display dazu, mich für das Asus UX31A zu entscheiden.

Ich habe es nun seit einigen Tagen und kann ein erstes Fazit ziehen.
Das Design überzeugt mich auf ganzer Linie. Es ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch sehr robust und wirkt durch und durch solide. Dass Asus für die Fertigung des Aluminiumgehäuses einigen Aufwand betreibt, zahlt sich sichtlich und spürbar aus. Die Verarbeitung würde ich als fast perfekt bezeichnen. Das Gerät ist sehr flach (3-17mm) und leicht (1,3kg) und auch die Kühlung des Geräts ist offenbar gut konstruiert, sodass es äußerst leise seinen Dienst verrichtet. Erwähnenswert ist auch das sehr kompakte Netzteil des Geräts, das dem Mobilitätsanspruch dieses Geräts gerecht wird.
Für mich das Highlight, und schon im Vorfeld das Haupt-Kaufkriterium, ist das großartige Display. Seine Full-HD-Auflösung (1920×1080) liegt deutlich über dem Durchschnitt der Notebooks, die verbaute Displaybauart IPS gilt als beste derzeitig verfügbare Technologie. Bilder und Videos werden scharf, brilliant und farbtreu dargestellt und selbst Text profitiert sehr von der hohen Auflösung. Auch in den anderen Eigenschaften wie Helligkeit, Blickwinkelunabhängigkeit oder Farbdarstellung ist es eines der besten die ich bisher gesehen habe.
Über die anderen Bauteile wie Tastatur und Trackpad kann ich kein negatives Wort verlieren, hervorzuheben ist vielleicht die Tastaturbeleuchtung, die ich bereits bei meinem vorherigen Gerät schätzen gelernt habe. Die im Gerät verbauten Lautsprecher kommen von Bang & Olufsen und halten was der Name verspricht, die Tonwiedergabe ist meiner Ansicht nach für ein Gerät dieser Größe sehr gut.

Wenn ich über Negativpunkte des Asus UX31A nachdenke, fallen mit spontan hauptsächlich die schief aufgeklebten Sticker auf der Handballenauflage ein. Ärgerlich, weil ständig im Blickfeld, aber nichts Funktionskritisches. Dass ich mir das Displayscharnier und der Netzteilstecker fester und weniger leichtgängig wünschen würde, ist Geschmacksfrage – auch hier ist die Funktion nicht eingeschränkt. Generell würde ich sagen, dass Asus mit dem Zenbook Prime einen Perfektionsgrad erreicht hat, den zumindest ich von Windows-Notebooks bisher nicht gewöhnt bin.

Ich war auf der Suche nach einem handlichen, robusten und hochwertigen Notebook, das mir hoffentlich wieder viele Jahr Freude bereitet und habe wie es aussieht mit dem Asus UX31A den für mich perfekten Begleiter gefunden.

Jakob

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Kaufberatung: Die richtige Digitalkamera

Hallo liebe Besucher!

Nachdem ich in der Serie Kaufberatung bereits Empfehlungen zum Smartphonekauf gegeben habe, möchte ich auch meine Überlegungen zur Auswahl der richtigen Digitalkamera mit euch teilen.

Vorweg: Nur die wenigsten werden eine Kamera für mehr als €250 benötigen. Moderne Kameras, die alle wichtigen Funktionen bieten, ausgereift sind und auch solide Qualität bieten, gibt es bereits um etwa €150.

Das Wichtigste, das aber viel zu oft vergessen wird, ist die Kamera entsprechend der eigenen Nutzungsweise auszuwählen. Allzu leicht lässt man sich von tollen Werbebotschaften wie 14x-Zoom, 15 Megapixel usw. zu einer viel zu teueren Anschaffung verleiten. Waren gute Digitalkameras früher durchaus hochpreisige Geräte, so haben fast alle heute verfügbaren Geräte einen sehr hohen Entwicklungsstand erreicht. Praktisch alle Kameras sind gut, nun beginnen die Preise zu fallen, oder die Hersteller versuchen, mit immer mehr (für den Nutzer nicht relevanten) Funktionen vollgestopfte Geräte entsprechend teuer zu verkaufen.
Ich bin der Meinung, dass man als klassicher Familien-, Ausflugs- und Urlaubsfotograf auf drei Aspekte beim Kamerakauf achten sollte:

  1. Abmessungen und Gewicht
    „Die beste Kamera ist jene, die man bei sich hat.“, heißt es. Diesem Spruch kann ich viel abgewinnen und ich leite daraus auch das wichtigste Kriterium ab: Eine moderne Digitalkamera muss kompakt sein. Ich denke für die meisten Leute ist die Zeit, in denen man eigene Kamerataschen mit sich herumträgt, vorbei. Das ist unpraktisch und einfach nicht mehr zwingend nötig, da moderne Digitalkameras bereits wirklich gute Bilder liefern, die auf wesentlich höherem Niveau liegen als jene früherer Kompaktkameras. Auch haben selbst kleine Digitalkameras heute bereits große Displays oder sogar Touchscreens, womit die Handhabung sehr angenehm geworden ist. Deshalb eher eine kleine Kamera nehmen, anstatt ein gutes Motiv zu verpassen, weil man die große Kamera aus Gewichts- und Platzgründen daheim gelassen hat.
  2. Hersteller
    Ich bin der Meinung, dass man mit Geräten von Markenherstellern am besten beraten ist. Der Grund ist nicht Markenfetischismus, sondern die Ausgereiftheit und Qualität der Produkte. Nicht selten kommt es vor, dass neue Technologien in teuren Modellen eingeführt werden und mit der Zeit auch in günstigeren Geräten eingebaut werden. Genau das ist bei Kameras meistens der Fall. Die kleinen und günstigen Modellinien der Kamerahersteller bieten erprobte Technik und sinnvolle Funktionen zu einem guten Preis.
  3. Objektiv
    Wie schon oft erwähnt, ist der wichtigste Teil einer Kamera das Objektiv. Das Objektiv sorgt (gemeinsam mit dem Sensor) für die gute Bildqualität. Ich würde eine Kamera mit Objektiven der Lichtstärke 2.8 empfehlen, um auch bei wenig Licht oder beim Blitzen noch Reserven zu haben. Außerdem lege ich persönlich Wert auf einen optischen Bildstabilisator, da ich ohne zum Verwackeln der Bilder neige.

Noch ein paar Worte dazu, was in meinen Augen keine Kriterien für die Kameraauswahl sind:

  • Megapixel: Es macht keinen Sinn, in einer Kompaktkamera einen Sensor mit mehr als 8 oder 10 Megapixel zu verbauen. Man kann sogar sagen, dass die Bildqualität unter zu hoher Pixelanzahl leidet. Kleine Sensoren mit hoher Pixelanzahl schaffen keine Bildqualität, sondern vor allem Datenmüll (-> Speicherplatzverschwendung, erhöhte Rechneranforderungen, …).
  • Zoom über 10x: Manche Kamerahersteller bieten Kameras mit 20x Zoom-Objektiven an. Damit dringt man in Telebereiche vor, die man wegen Verwacklungen kaum mehr sinnvoll normal nutzen kann. Außerdem muss der Hersteller bei einem so großen Zoombereich bei Konstruktion und Bau viele Kompromisse eingehen – die Abbildungsqualität leidet.

Meine Empfehlung:
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der IXUS-Reihe von Canon gemacht. Die Kameras sind kompakt, ausgereift und zu einem wirklich guten Preis zu haben. Damit kann man nichts falsch machen, wenn man eine wirklich kompakte Kamera möchte.
Solls ein bisschen größer sein, kann ich aus eigener Erfahrung Kameras aus der Canon Powershot-Reihe empfehlen, wobei da manche schon in die Kategorie „aufgeblasener Funktionsumfang“ fallen.
Auch Kameras anderer bekannter Hersteller sind bestimmt sehr gut, jedoch kann ich keine Empfehlungen aus eigener Erfahrung abgeben. Prinzipiell abraten würde ich von No-Name-Supermarktkameras, die qualitativ teilweise noch wirklich schlecht und auch nicht wesentlich billiger als gute Markenmodelle sind.

Zum Thema „Für wen ist eine Spiegelreflex-Kamera empfehlenswert“ werde ich auch demnächste einen Artikel veröffentlichen.

Ich freue mich über eure Rückmeldungen – Kritik, Korrekturen, Empfehlungen! Danke!
Jakob

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Erste Erfahrungen mit Drei

Hallo liebe Besucher!

Ich bin kürzlich von bob zu Drei umgestiegen, um Kostenvorteile bei der Verwendung des Handys im Ausland nutzen zu können.

Meine ersten Erfahrungen sind teilweise gut, teilweise aber auch sehr unerfreulich.

  • In der Wohnung in Graz ist der UMTS-Empfang sehr gut, die Verbindungsgeschwindigkeiten ebenfalls. Speedtest.net am Handy hat in mehreren Messungen an verschiedenen Tagen Werte von ca. 450/200 kB/s (down/up) ergeben, was ein recht gutes Ergebnis ist. Zugute kommt hier, dass der nächste Sender zufällig auf einem Hausdach in der Nachbarschaft steht.
  • Negativ ist jedoch, dass es selbst in der Stadt Stellen gibt, an denen absolut kein Empfang gegeben ist. So zum Beispiel an der TU Graz in der Kopernikusgasse, wo „Emergency Calls Only“ ein Dauerzustand des Handys ist. Mit bob (A1-Netz) kannte ich solche Probleme gar nicht.
  • Manchmal kommt es auch zu Verbindungsabbrüchen, selbst wenn das Drei-Netz eigentlich verfügbar ist. „Voller Empfang“ wechselt mit „kein Empfang“ ab.
  • Dies ist nicht nur wegen der eingeschränkten Erreichbarkeit ärgerlich, sondern verursacht auch einen erhöhten Stromverbrauch und verringert so die Akkulaufzeit des Handys. Habe ich früher mein Smartphone alle zwei Tage aufgeladen, ist dies jetzt häufiger nötig.
  • Ein Umstand, den ich genauer und länger beobachten müsste, ist, dass bei Aufenthalten „am Land“, etwa in Lunz am See oder Wolfsberg, Probleme mit der Internetverbindung aufraten. Obwohl guter Empfang (UMTS bzw. EDGE) gegeben und alle Einstellung korrekt gesetzt waren, war oft kein Internetzugriff möglich.

Dies sind alles erste Erfahrungen seit dem Umstieg zum Anbieter Drei. Um die Qualität gut beurteilen zu können, sind längerfristige Beobachtungen nötig, somit sind die Probleme zur Zeit noch als Einzelfälle zu bewerten. Dennoch sind schon in der kurzen Zeit sehr viele Problemen aufgetreten, die ich aus jahrelanger A1-Erfahrung nur vom Hörensagen kannte.

Drei hat wirklich gute Angebote (Preis/Leistung), mein Umstiegsgrund war wie gesagt 3LikeHome – dieses Angebot ist ungeschlagen gut!
Ich werde sehen, ob sich meine heutige Meinung auf Dauer bestätigt, dass A1 in der österreichischen Mobilfunklandschaft einfach den Qualiätsführer darstellt.

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Umstieg zu Drei – Gedanken zum Mobilfunk-Roaming

Hallo liebe Besucher!

Kürzlich beschloss ich, mit meinem Handy zum Mobilfunkanbieter Drei zu übersiedeln.

3LikeHome‚Weshalb‘, werdet ihr euch fragen, war ich doch mit bob stets sehr zufrieden und immer für eine Empfehlung für den A1-Ableger zu haben. Der Grund ist einfach: 3LikeHome.
Man stelle sich vor, man fährt ins Ausland und kann sein Handy sorgenfrei weiternutzen. Normal telefonieren, normal Emails abrufen, normal surfen. Mit Drei geht das, zumindest in ein paar Ländern, in denen die 3-Mutter Hutchison Mobilfunknetze betreibt. Mein Glück ist, dass jene Länder, in denen ich mich in Zukunft vermehrt aufhalten werde, dabei sind. Wählt man sich dort ins Drei-Partnernetz ein, ist alles genauso wie wenn man sich im österreichischen Drei-Netz befände. Praktisch!

Ich sehe auch eine Vorbildwirkung für andere Mobilfunkkonzerne. Ich sehe keinen Grund, weshalb innerhalb der Europäischen Union den Mobilfunknutzern derartig hohe Roamingkosten verrechnet werden. Wir haben freien Warenverkehr, freien Personenverkehr etc. – doch beim Mobilfunk scheitert die Zusammengehörigkeit.
Außerdem wären ja alle österreichischen Mobilfunkanbieter in übergeordnete, europaweit agierende Konzerne eingebettet. Man könnte meinen, konzernweite Roamingfreiheit oder zumindest -begünstigung sollte nicht so schwer sein.

Meine Entscheidung ist also eine leichte: Im Ausland einen eigenen Vertrag abschließen und zwei Handys und zwei Telefonnummern nutzen? Oder aufs mobile Internet verzichten und fürs Telefonieren immer hohe Roaminggebühren zahlen? Oder einfach Drei anmelden und sich im Ausland wie in Österreich „fühlen“.

Wir brauchen mehr Europa!
Jakob

PS: Abermals bin ich froh, nicht in einem 24-monatigen Knebelvertrag mit einem Mobilfunker zu sein. Die Vertragsauflösung bei bob funktioniert jederzeit problemlos, die Rufnummernmitnahme sowieso.

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Kaufberatung: Auswahlkriterien für moderne Smartphones (Teil 2 von 2)

Hallo liebe Besucher!

Im zweiten Teil der Smartphone-Kaufberatung (Teil 1) möchte ich auf die Hardware, auf Tarife und Kosten eingehen und prinzipielle Empfehlungen abgeben.

Überlegungen zur Gerätehardware

Wie bereits im ersten Teil beschrieben ist bei modernen Smartphones die Software (das Betriebssystem) das ausschlaggebende Kriterium, weniger die Hardware. Da die Entwicklungen in diesem Bereich mit unüberschaubarer Geschwindigkeit stattfinden, lohnt sich auch der Kauf eines High-End-Gerät nur für absolut Technikbegeisterte. Ich würde aus diesem Grund zu Mittelklasse-Geräten raten, denn der Preis, den man für die neuesten Spitzenmodelle zahlt, ist ein überproportional hoher.
Bestes Beispiel ist das Android-Handy ZTE Blade, das zum Beispiel bei Orange oder yesss (Hofer) erhätlich ist. Dieses 150-Euro-Gerät kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sehr empfehlen. In kaum einem Punkt ist es schlechter als mein ein Jahr älteres Motorola Milestone, hat jedoch bei der Anschaffung nur etwa ein Drittel gekostet.
Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrung rate ich zu günstiger Hardware – auch ein Topmodell ist in Wirklichkeit zum Kaufzeitpunkt schon wieder veraltet.

Größte Einschränkung – die Akkulaufzeit

Wie in so vielen Bereich der modernen Technik (Elektroautos, Laptops) ist auch bei den Smartphones der Akku der limitierende Faktor. Die modernen Smartphones bieten in Form von Apps die tollsten Funktionen, wichtig ist dabei jedoch immer, den Akkuverbrauch mit dem Nutzen der Anwendungen abzuwägen. Wer zum Beispiel Dienste wie Skype, Latitude, etc. ständig im Hintergrund laufen hat, wird mit einer Akkuladung kaum einen Tag auskommen. Während man es von konventionellen Handys gewohnt ist, den Akku nur zweimal pro Woche aufladen zu müssen, ist bei Smartphones (bei entsprechender Nutzung) mit einer Akkulaufzeit von maximal zwei Tagen zu rechnen.

Tarife und Kosten

Die Unterscheidung zwischen Smartphone und konventionellem Mobiltelefon sehe ich in der Internetintegration. Ein Smartphone zeichnet die intensive Einbindung von Internet- und Datendiensten aus, aus diesem Grund sehe ich einen Handytarif mit günstigem (inkludiertem) Datenvolumen als unerlässlich an. Smartphonebesitzer ohne einen derartigen Tarif, die meinen, sie benötigen diese Internetsachen ja nicht, kann ich nur bemitleiden – sie bezahlen einen sehr hohen Preis für ein hochentwickeltes Gerät, dessen Möglichkeiten bei weitem nicht nutzen.
Deshalb: Smartphone und mobile Datennutzung sind untrennbar miteinander verbunden – beim Vertrag auf inkludiertes Datenvolumen achten! Brauche ich kein Internet am Handy, brauche ich auch kein teures Smartphone.

Meine persönlichen Erfahrungen zeigen, dass selbst bei intensiver Datennutzung ein inkludiertes Transfervolumen 1GB pro Monat ausreicht – dies nur als Anhaltspunkt zur Tarifauswahl.

Prinzipielle Empfehlungen

Dieser Punkt ist schwierig – einerseits lassen sich in diesem anwenderspezifischen Bereich von Haus aus keine allgemeingültigen Aussagen treffen, andererseits finden die Entwicklungen in rasantem Tempo statt.
Sollte ich dennoch zwei Sätze zu jedem System sagen, würde ich folgende Aussagen treffen:

  • Außer Konkurrenz – Konventionelles Mobiltelefon
    Die deutlichste Empfehlung kann ich mit gutem Gewissen dem konventionellem Mobiltelefon mit robustem Gehäuse, einfacher Tastatur, simplen Grundfunktionen und günstigem Preis geben. Für die meisten wird ein derartiges Gerät ausreichen und dabei helfen, viel Geld zu sparen.

Wer sich jedoch wirklich für ein internetfähiges Handy entschieden hat, soll weiterlesen:

  • iOS am iPhone
    Wer sehr viel Wert auf schickes Design, verhältnismäßig klare Bedienung und gute Hardware legt und mit diversen Einschränkungen leben kann, ist mit dem iPhone gut bedient. Unbedingt jedoch die Kosten über die gesamte Vertragslaufzeit des Gerätes durchrechnen – ein iPhone kostet im Vertragszeitraum von zwei Jahren ca. EUR 900.- (Beispiel A1, heutiger Stand)!
  • Blackberry
    Ich sehe für Privatanwender keinen Nutzen für ein Backberry-Gerät. Sollte man sich wirklich dafür interessieren, lohnt es sich genau nachzufragen, welche Dienste man ohne Zusatzkosten nutzen kann und ob sich das Gerät auch ohne die Zusatzpakete auszahlt.
  • Android
    Dieses Betriebssystem erhält von mir die großzügigste Empfehlung – es ist auf Smartphones aller Preiskategorien erhältlich, bietet viel und hat mit der nahtlosen Intergration der Google-Dienste wie GMail einen riesen Pluspunkt. Es ist jedoch nötig, sich in das System etwas einzuarbeiten, nicht alles funktioniert hier wirklich intuitiv.
  • Symbian
    Für diese Plattform kann ich praktisch keine Empfehlung abgeben, egal wie günstig das zugehörige Gerät auch ist. Wenn man ein richtiges Smartphone möchte, führt der Weg nicht über dieses Betriebssystem.

Ich hoffe meine Artikel haben euch einen guten Einblick in die wesentlichen Entscheidungskriterien beim Smartphonekauf gegeben!
Nochmals kurz zusammengefasst, der Auswahlprozess: Ja, Internet am Handy benötigt ⇨ Softwareplattform ⇨ Hardware ⇨ Anbieter und Tarif ⇨ Freude, immer und überall vernetzt zu sein! 🙂

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Start der Serie: Kaufberatung

Hallo liebe Besucher!

„Möchte eine neue Kamera kaufen – kannst du mir eine empfehlen?“
„Ich brauche ein neues Handy. So ein Smartphone wäre super …“

Sehr häufig kommen Leute mit diesen oder ähnlichen Fragen auf mich zu. Obwohl ich Maschinenbaustudent bin, beschäftige ich mich in meiner Freizeit sehr intensiv mit Fotografie, Social Media, Smartphones und anderen elektronischen „Gadgets“. Ich gebe sehr gerne Auskunft über meine Meinung zu aktuellen Geräten und Entwicklungen und habe dabei festegestellt, dass sich viele generelle Auskünfte einfach zusammenfassen lassen. Damit entstand die Idee einer kleinen Serie über grundlegende Tipps und Wissenswertes zum Kauf der besagten „Gadgets“.

Diese Serie spiegelt meine persönliche Meinung wider, ich bemühe mich jedoch um allgemeine objektive Betrachtungen, die für eine möglichst große Leserschaft nützlich sind.

Links zu den jeweiligen Artikeln:

  1. Kaufberatung: Auswahlkriterien für moderne Smartphones – Teil 1 und Teil 2.
  2. Kaufberatung: Welche Digitalkamera ist die richtige für mich?
  3. Kaufberatung: Ich möchte einen neuen Computer. Welchen Mac empfiehlst du? 😉
  4. … weitere Artikel in Planung.

Ich freue mich über Feedback ob euch die Tipps weitergeholfen haben!

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Kaufberatung: Auswahlkriterien für moderne Smartphones (Teil 1 von 2)

Hallo liebe Besucher!

In der Serie Kaufberatung möchte ich heute prinzipielle Kriterien für aktuelle Smartphones diskutieren.

Es gibt in dieser Kategorie keinen Universal-Tipp, der für alle Konsumenten gleichermaßen zutreffen würde. Aus diesem Grund sollte man sich einen kleinen Überblick über die am Markt befindlichen Geräte verschaffen um eine vernünftige Entscheidung treffen zu können.

Zuerst gilt es zu definieren, worum es bei Smartphones geht. Für mich persönlich ist ein Mobiltelefon, das eine starke Ausrichtung in den Bereich mobiler Internetnutzung hat, ein Smartphone. Andere Eigenschaften sind für die Kategorisierung nebensächlich – wie zum Beispiel ein Touchscreen, das sich eben als eine sinnvolle Eingabemethode herausgestellt. Bei der Herangehensweise, dass ein neues Handy zwingend ein Touchscreen-Gerät sein muss, wäre ich vorsichtig. In der Praxis erweist sich diese Eingabemethode nicht für jeden Anwendungsfall als praktisch (Stichwort Winterhandschuhe).

Muss es ein Smartphone sein?

Die allerwichtigste Frage wird meiner Erfahrung nach leider häufig übersehen: Brauche ich eigentlich ein Smartphone? Entsprechend der vorher genannten Definition des weborientierten Mobiltelefones muss man sich die Frage stellen, ob man das Internet wirklich immer in der Tasche haben muss. Ich nehme einmal an, dass wohl die wenigsten Durchschnittsbürger heutzutage das Internet wirklich immer benötigen. Fast jeder glaubt ein Smartphone zu brauchen, auch wenn er damit nur telefoniert und eventuell SMS schreibt. Da das Smartphone ein Internetgerät ist, muss auch der Handytarif Datentransfer bieten – ein Smartphone ohne Internetverbindung ist ein überteuertes Luxusobjekt ohne jeglichen Mehrwert. Deshalb: Wenn ich Internet am Handy nutzen will, dann richtig – Smartphone und großzügiger Datentarif. Wenn nicht, dann nehme ich ein konventionelles Handy und spare viel Geld.

Es geht um Software

Wie verschiedene Smartphone-Benutzer einander sehen.Ein Auswahlkriterium hat sich mit der Entwicklung der Smartphones grundlegend gewandelt: Stellte sich früher die Frage, welchen Gerätehersteller man bevorzugt, so muss heute die erste Frage lauten, welche Software (welches Betriebssystem) man nutzen möchte. Das Gerät selbst ist nicht mehr als eine Eingabe-, Verarbeitungs- und Funkeinheit -> interagiert wird mit der Software. Diese muss nach den eigenen Vorlieben und nach der sonst verwendeten Infrastruktur ausgewählt werden.
Ein paar ganz grundlegende Gedanken zu den verbreitetsten Betriebssystemen auf dem Markt:

  • iOS – das Betriebsystem von Apple
    Apple war mit dem iPhone der Pionier der modernen Smartphones und hat mit dem Betriebsystem iOS den Weg eingeschlagen, dem heute alle anderen Hersteller folgen. iOS legt größten Wert auf ansprechende Optik und einfache Bedienung, muss dafür jedoch teilweise Funktionalitäten aussparen. Zusatzprogramme „Apps“ können nur über den von Apple kontrollierten App Store bezogen werden, auch kontrolliert Apple genau, was der Kunde auf seinem Gerät nutzen darf und was nicht. Weiters ist der Kunde gezwungen, die PC-Software iTunes zu verwenden um das Gerät einzurichten und mit Musik etc. zu befüllen – ein unnötiger Umweg! Bei allen Einschränkungen bietet iOS trotzdem die wesentlichen Vorteile der einfachen und optisch ansprechenden Gestaltung.
  • Android – der Herausforderer Google
    Bereits kurz nach Apple brachte Google sein Betriebsystem Android auf dem Markt. Dieses ist frei verfügbar, prinzipiell „eher“ offen gestaltet und wird mittlerweile auf sehr vielen Geräten eingesetzt. Das wichtigste Argument für Android ist in meinen Augen die perfekte Integration der Google Dienste wie z.B. GMail. Wer am Computer gerne GMail nutzt, für den ist Android das Richtige. Weiters kann man Android weitreichend seinen eigenen Vorlieben anpassen. Nachteilig sehe ich die im Vergleich zu iOS nicht so ansprechend und weitaus weniger konsequente optische Gestaltung und die zunehmenen Probleme mit unterschiedlichen Betriebssystemversionen (was dem normalen Endverbraucher aber normalerweise kaum auffallen wird).
  • Blackberry – das Business-Gerät von RIM
    Blackberry ist der Inbegriff von Businessgeräten und Emails am Handy. Mittlerweile entwickelt sich das System auch in Richtung Konsumenten – die besonderen Vorteile kann es aber nur in einer bestehenden Blackberry-Infrastruktur ausspielen. Nutzt man sein Smartphone privat mit seinem normalen Emaildienst etwa des Providers sehe ich kein Argument für ein Blackberry.
  • Windows Phone 7 – spät aber doch
    Microsoft ist spät in den moderne Smartphonemarkt eingestiegen, in meinen Augen mit guten Ansätzen aber einer wenig überzeugenden Umsetzung. WP7 ist noch in der ersten Version am Markt, diese ist im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten recht eingeschränkt. Bei Android und auch iOS hat man gesehen, dass es einige Entwicklungsschritte geben muss, bis ein System wirklich gut wird. WP7 finde ich z.B. in Firmen sinnvoll, wo die ganze Kommunikation mit Microsoftprodukten (Exchange) abgewickelt wird und Office eine wichtige Rolle spielt.
  • Symbian – am absteigenden Ast
    Der einzig verbleibende Anbieter von Symbian-Handys ist Nokia. Der größte Handyhersteller der Welt hat den Trend zu modernen Smartphones über Jahre hindurch komplett verschlafen und setzt bei seinen aktuellen Geräten auf Software, die nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz liegt. Kurz gesagt: Ich würde nicht zu Symbian-Geräten raten und hoffe für Nokia, dass sie bald auf ein konkurrenzfähiges Betriebsystem umschwenken.

Dies war nun ein kurzer Überblick der verbreiteten Betriebsysteme für Smartphones. Das ist der Punkt, der zu allererst überlegt und entschieden werden muss, wenn ein Smartphone angeschafft werden soll. Hat man sich entsprechend seiner Vorlieben für ein Betriebssystem entschieden, kann man zum nächsten Punkt übergehen – Hardware.

Diese ist Inhalt des zweiten Teils der Kaufberatung, weiters behandle ich darin Tarife & Kosten und gebe prinzipielle Smartphone-Empfehlungen.